Gericht greift durch

Trump-Schriftzug von Kennedy Center entfernt

Donald Trump muss seinen Namen vom Kennedy Center entfernen. Ein Richter lehnte den Antrag ab, die Entfernung des Schriftzugs zu stoppen.
Newsdesk Heute
13.06.2026, 15:16
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Ein Gericht in den USA hat einen Versuch gestoppt, den Namen von Präsident Donald Trump auf der Fassade des berühmten Kennedy Centers in Washington zu behalten. Ein Bundesrichter lehnte einen Antrag des Kulturzentrums und des Justizministeriums ab, die bereits angeordnete Entfernung des Schriftzugs aufzuschieben.

Bereits Ende Mai hatte Bundesrichter Christopher Cooper entschieden, dass die Anbringung von Trumps Namen rechtswidrig sei. Nach Ansicht des Gerichts darf nur der US-Kongress über eine Umbenennung des Kulturzentrums entscheiden. Trump wurde deshalb verpflichtet, seinen Namen innerhalb von zwei Wochen von der Marmorfassade entfernen zu lassen. Auf der Internetseite des Kennedy Centers war der Name bereits zu Wochenbeginn verschwunden.

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Zahlreiche Menschen vor Ort

Am Freitag rückten Arbeiter mit einem Gerüst an, um die Entfernung vorzubereiten. Wegen schwerer Gewitter beantragte das Kulturzentrum kurz vor Fristablauf eine Verlängerung um zwölf Stunden. Die Arbeiten verzögerten sich durch "Gewitter, die Sicherheitsrisiken für die Arbeiter darstellten", erklärte Kennedy-Center-Geschäftsführer Matt Floca. Die Entfernung werde nun voraussichtlich "in den frühen Morgenstunden" abgeschlossen.

Das öffentliche Interesse an der Aktion war groß. Zahlreiche Menschen verfolgten vor Ort die Vorbereitungen an der Fassade des Kulturzentrums. Auch online sahen Tausende in einem Livestream zu, wie das Gerüst aufgebaut wurde.

Der Verwaltungsrat des Kennedy Centers und das Justizministerium hatten am Donnerstag versucht, das Urteil vorläufig auszusetzen. Cooper wies den Antrag jedoch zurück. Dem öffentlichen Interesse sei "selten gedient durch die 'Fortführung' von 'rechtswidrigem' staatlichen Handeln", begründete der Richter seine Entscheidung. Gegen den Beschluss wurde anschließend Berufung bei einer höheren Instanz eingelegt.

Bereits Ende Mai hatte Cooper zudem Trumps Pläne gestoppt, das Kennedy Center ab dem US-Nationalfeiertag am 4. Juli für zwei Jahre zu schließen. Der Präsident hatte die Maßnahme mit umfangreichen Renovierungsarbeiten begründet.

Nach seinem Amtsantritt entließ Trump die Führung des Kulturzentrums und setzte ein neues Direktorium unter seinem Vorsitz ein. Dieses entschied im Dezember, Trumps Namen auf der Fassade über jenen des früheren Präsidenten John F. Kennedy zu setzen.

Das Kennedy Center wurde nach der Ermordung Kennedys im Jahr 1963 zu dessen Ehren errichtet und 1971 eröffnet. Trump hatte die Einrichtung nach seiner Wiederwahl als linke, "woke" Institution kritisiert und ein "patriotisches" Kulturprogramm angekündigt.

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