Seit drei Wochen führen die USA und Israel gemeinsam Krieg gegen den Iran. Doch trotz aller Freundschaftsbekundungen der beiden Staatschefs zeigen sich immer mehr Risse in der Allianz.
Während Trump am Freitag verkündete, die US-Angriffe zurückzufahren, weil man kurz vor dem Erreichen der Kriegsziele stehe, klang Israels Militärchef Ejal Zamir ganz anders: Man sei erst "auf halbem Weg".
Laut n-tv.de sorgen die wankelmütige Kommunikation und unterschiedliche Prioritäten für Spekulationen über Risse im Verhältnis. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz kündigte sogar eine Verstärkung der Angriffe an.
Für Kopfschütteln sorgte Trump bei Fox News Radio. Auf die Frage, wann der Krieg zu Ende sei, antwortete er: "When I feel it in my bones" – also: "Wenn ich es tief in mir spüre."
Netanjahus Aussagen sind unterschiedlich nuanciert. Auf Hebräisch sagte er, der Krieg werde weitergehen, "solange dies notwendig ist". Auf Englisch kündigte er an, dass der Krieg "viel schneller enden wird, als die Leute denken".
Die Arbeitsteilung sorgt für unterschiedliche Schwerpunkte: Israel konzentriert sich darauf, die iranische Führung auszuschalten. Trump will vor allem die Produktion ballistischer Raketen stoppen und die iranische Marine neutralisieren.
Trump selbst formulierte es so: "Wir wollen mehr oder weniger dasselbe." Ob das reicht, um den Krieg zu einem gemeinsamen Ende zu bringen, bleibt abzuwarten.