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Truss Regierung ohne weißen Mann in Spitzenpositionen

Die neue britische Premierministerin Liz Truss hat ihre Regierung ernannt. Diesmal ist kein weißer Mann in einem der wichtigsten Ämter.
Jörg Michner
07.09.2022, 12:06
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Liz Truss ist bereits die dritte Frau nach Margaret Thatcher (1979–1990) und Theresa May (2016–2019), die eine britische  Regierung anführt. Doch erstmals ist keiner der wichtigsten Ministerposten im Land von einem weißen Mann besetzt – eine Sensation für ein westeuropäisches Land.

Therese Coffey
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Die 50-Jährige aus Liverpool ist eine der engsten Vertrauten von Liz Truss und war bereits Ministerin für Arbeit und Pension unter Boris Johnson, bevor sie zurücktrat. Sie hat ein Doktorat in Chemie und hat in der Vergangenheit unter anderem für den Schokoriegel-Hersteller Mars und die BBC gearbeitet. Coffey ist nun Gesundheitsministerin und Vize-Premierministerin.

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Suella Braverman
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Sue-Ellen Braverman, genannt Suella, war bisher Generalstaatsanwältin und gilt als Hardlinerin in Sachen Immigration. Die neue Innenministerin unterstützt den Plan ihrer Vorgängerin Priti Patel, Asylsuchende und illegale Einwanderer in Asylzentrum in Ruanda abzuschieben, wo deren Anträge bearbeitet werden. Braverman ist in London geboren, ihre Eltern sind beide Einwanderer indischer Abstammung – allerdings emigrierte ihr Vater aus Kenia, ihre Mutter aus Mauritius. Die 42-Jährige ist Buddhistin.

Kwasi Kwarteng
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Der bisherige Wirtschaftsminister Kwasi Kwarteng (47) ist nun Finanzminister, in Großbritannien Schatzkanzler ("Chancellor of the Exchequer") genannt. Seine Eltern kamen als Studenten in den 1960er Jahren aus Ghana nach London. Kwarteng hat unter anderem mit einem Stipendium an der Havard Universität in den USA studiert und hält ein Doktorat in Wirtschaftsgeschichte der Universität Cambridge. Er gewann 1995 mit seinem Team die BBC-Quizshow "University Challenge". Kwarteng möchte ebenfalls Asylzentren in Ruanda schaffen.

James Cleverly
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Cleverly (53) ist Reserveoffizier der Artillerie im Rang eines Oberstleutnants. Sein Vater ist Brite, seine Mutter stammt aus Sierra Leone. Der neue Außenminister war bisher für das Bildungsressort zuständig und unterstützt ebenfalls den Plan für Asylzentren in Ruanda.