Strenger Frost sorgt derzeit dafür, dass zahlreiche Seen, Naturgewässer und Flüsse zufrieren. Doch was stabil wirkt, kann schnell zur lebensgefährlichen Falle werden.
Die Wasserrettung warnt eindringlich davor, Eisflächen unbedacht zu betreten: Schon wenige Schritte können ausreichen, um einzubrechen – mit potenziell tödlichen Folgen.
"Aufgrund verschiedener Einflüsse kann das Eis an verschiedenen Stellen eines Gewässers recht unterschiedliche Durchmesser aufweisen. Bodenwärme, Strömungen, wärmere Zuflüsse oder Quellen, Gasbläschen aus schlammigem Grund, oder ehemalige Einbruchstellen sowie Eisrisse sind mögliche Ursachen dafür", erklärt die Salzburger Wasserrettung in einer Aussendung.
Besonders heikel sind Gewässer mit Strömung, etwa im Umfeld von Kraftwerken. Dort kann die Eisdecke bereits bei geringer Belastung nachgeben.
"Ein vereistes Gewässer sollte deshalb nur dann betreten werden, wenn absolut sicher ist, dass die Tragfähigkeit des Eises ausreicht! Es ist auch zu beachten, dass Schnee ein sehr schlechter Wärmeleiter ist und daher schneebedeckte Eisflächen meist dünner sind als schneefreie."
Die Wasserrettung appelliert daher, ausschließlich offiziell freigegebene Eisflächen zu betreten. Kommt es dennoch zu einem Einbruch, ist höchste Eile geboten. Im Ernstfall muss sofort der Notruf 144 verständigt werden.
"Die größte Gefahr ist eine starke Unterkühlung und die damit verbundene Abnahme der Kraft und der gegebenenfalls eintretende Bewusstseinsverlust. Zusammen mit dem Abwärtstrieb schwerer Winterkleidung führt dies meist schon nach wenigen Minuten unweigerlich zum Ertrinken".
Eine Eigenrettung ist nur in den ersten Augenblicken möglich. Helfer dürfen sich der Einbruchstelle keinesfalls stehend nähern, da sie sich sonst selbst in akute Gefahr begeben. An vielen Gewässern stehen Leitern oder andere Rettungshilfen zur Verfügung, die sicher vom Ufer aus eingesetzt werden können.