Positive Signale aus Brüssel

Einheimischentarife – neue Chance auf Comeback

Aufgrund einer neuen Anfragebeantwortung aus der EU rechnet sich LH-Stv. Schnöll gute Chancen auf ein Comeback der Einheimischentarife aus.
Leo Stempfl
26.12.2025, 15:24
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Von sogenannten "Einheimischentarifen" wurde, vor allem in Österreich, lange Gebrauch gemacht, um der anwohnenden Bevölkerung insbesondere das Skifahren leistbarer zu machen. Es kam, wie es kommen musste: Klagen bei der EU besiegelten das Aus der Preisvorteile, die in vielen Regionen der Welt aber Standard sind. Andere EU-Bürger würden dadurch aber innerhalb der Union aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit benachteiligt werden.

Jetzt kommt frischer Wind in die Sache. Auslöser ist eine Anfragebeantwortung des EU-Tourismuskommissars Apostolos Tzitzikostas an die österreichische EU-Abgeordnete Sophia Kircher. Unter bestimmten Voraussetzungen könnten die Tarife "mit dem Unionsrecht vereinbar angesehen werden", heißt es darin.

Neue Chance auf Umsetzung

In der nächsten Sitzung des Ausschuss der Regionen will der für Tourismus zuständige Salzburger LH-Stv. Stefan Schnöll weiter dafür kämpfen. "Nicht nur Land und Bund sind sich einig, sogar der EU-Tourismuskommissar Apostolos Tzitzikostas sieht eine neue Chance für die Umsetzung."

Dazu müssten "die Preisunterschiede auf objektiven Erwägungen beruhen, die von der Staatsangehörigkeit unabhängig sind und in einem angemessenen Verhältnis, zu dem mit dem nationalen Recht legitimerweise verfolgten Zweck stehen", heißt es in der Anfragebeantwortung.

Tauschgeschäft

Für Schnöll steht deswegen fest: "Die Einheimischentarife sind dazu da, um die leistbare Nutzung der Infrastruktur auch für die heimische Bevölkerung sicherzustellen und die Tourismus-Akzeptanz der Bevölkerung zu stärken. Die Einheimischen tragen sehr viel an Steuern zur touristischen Infrastruktur bei und beweisen täglich ihre Gastfreundschaft. Sie sollen deshalb auch bei den Tarifen eine Entlastung erfahren."

EU-Tourismuskommissar Apostolos Tzitzikostas war selbst Präsident des Ausschusses der Regionen und weiß laut Schnöll daher genau, wie wichtig und vielschichtig die Anliegen aus den Regionen sind. "Im März findet die nächste Sitzung des AdR statt, um das Thema in Brüssel erneut aufs Tableau zu bringen. Die notwendige Unterstützung und den gemeinsamen Willen haben wir jetzt schon im Gepäck nach Brüssel", betont Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll, der bis dahin seine Initiative weiter stärken will.

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