Iran drohte mit Beschuss

TUI-Kreuzfahrtschiffe durchqueren Straße von Hormus

Zwei TUI-Cruises-Schiffe haben am Samstag trotz einer Sperre die Straße von Hormus passiert - zuvor soll es sogar eine Bedrohung gegeben haben.
André Wilding
19.04.2026, 07:30
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Mitten in der angespannten Lage im Persischen Golf haben zwei Kreuzfahrtschiffe der Reederei TUI Cruises die heikle Passage durch die Straße von Hormus geschafft. Wie das Unternehmen am Samstag bestätigte, konnten die "Mein Schiff 4" und die "Mein Schiff 5" die Meerenge erfolgreich durchqueren.

In einer Aussendung heißt es dazu: Die "Mein Schiff 4" und die "Mein Schiff 5" haben die Straße von Hormus erfolgreich passiert. Die Reederei bedankte sich bei Kapitänen, Crews und allen Beteiligten für die professionelle und umsichtige Durchführung. Nun liege der Fokus darauf, die Schiffe rasch in Richtung Mittelmeer weiterzuführen. Details zu Route und Zeitplan sollen noch folgen.

"Wir werden schießen und euch zerstören"

Laut Berichten soll es während der Durchfahrt zu einer gefährlichen Situation gekommen sein. Die iranischen Revolutionsgarden hätten die "Mein Schiff 4", die ohne Passagiere unterwegs war, auf Höhe des Oman bedroht. Laut dem Kapitän hätten die Revolutionsgarden erklärt: "Wir führen einen Einsatz aus, wir werden schießen und euch zerstören." In unmittelbarer Nähe des Schiffes soll es zudem einen Einschlag gegeben haben. Schäden wurden jedoch nicht gemeldet.

Die Lage in der Region bleibt weiter angespannt. Erst am Freitag hatte der Iran angekündigt, die wichtige Meerenge wieder zu öffnen, zog diese Entscheidung jedoch kurz darauf zurück. Nur wenigen Schiffen gelang es laut Berichten rechtzeitig, den Persischen Golf zu verlassen - darunter auch ein weiteres Kreuzfahrtschiff.

Schiffe sitzen fest

Andere Reedereien sitzen hingegen fest. So befinden sich mehrere Frachter der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd weiterhin in der Krisenregion. Ein Krisenstab arbeitet dort rund um die Uhr, dennoch herrscht große Unsicherheit, berichtet "ndr.de". Reedereisprecher Nils Haupt zeigte sich enttäuscht über die Entwicklung.

Offen ist vor allem, unter welchen Bedingungen Schiffe die strategisch wichtige Route überhaupt passieren dürfen. Durch die erneute Sperre sind entsprechende Planungen derzeit wieder gestoppt.

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