Hormus-Lage eskaliert

"Werden euch zerstören" – Iran droht allen Schiffen

Die Lage in der Straße von Hormus spitzt sich immer weiter zu. Der Iran hat nun allen Schiffen, die die Meerenge passieren, mit Angriffen.
Newsdesk Heute
18.04.2026, 21:51
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Die iranischen Revolutionsgarden haben mit Angriffen auf alle Schiffe gedroht, welche die für den Welthandel immens wichtige Straße von Hormus zu durchfahren versuchen. Demnach werde jeder Versuch, sich der Straße von Hormus zu nähern, als Kooperation mit dem Feind betrachtet.

Jedes Schiff, das auf die Meerenge zufahre, werde "ins Visier genommen", hieß es in einer Erklärung der Revolutionsgarden, die am Samstag auf ihrer Webseite "Sepah News" veröffentlicht wurde.

US-Blockade als Grund für Hormus-Wende

Die Revolutionsgarden warnten alle Schiffe "von jeglicher Art" davor, ihre Ankerplätze im Persischen Golf und dem Golf vom Oman nicht zu verlassen. Dies sind die beiden Meeresgebiete, die durch die Straße von Hormus verbunden werden.

Teheran hatte erst am Freitag nach dem Inkrafttreten einer Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon die Öffnung der Straße von Hormus für Handelsschiffe verkündet. Die Märkte reagierten zunächst erleichtert, der Ölpreis sackte ab. Auch US-Präsident Donald Trump begrüßte die Öffnung der Meerenge, hielt aber an der US-Blockade iranischer Häfen fest.

Der Iran vollzog deswegen am Samstagvormittag eine Kehrtwende. Das zentrale Militärkommando der Islamischen Republik erklärte, die Straße von Hormus Meerenge stehe erneut "unter strenger Führung und Kontrolle der Streitkräfte", solange die USA nicht die freie Schifffahrt zum Iran ermöglichten.

Tanker beschossen

Am Samstag kam es zu mehreren Zwischenfällen in der Meerenge. Beim ersten wurde laut der britischen Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) ein Tanker von zwei Patrouillenbooten der Revolutionsgarden attackiert. Das Schiff und seine Besatzung konnten sich in Sicherheit bringen.

Nach Angaben der Sicherheitsfirma Vanguard Tech bedrohten die Revolutionsgarden zudem das ohne Passagiere fahrende TUI-Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 4". Die Revolutionsgarden hätten laut dem Kapitän erklärt: "Wir führen einen Einsatz aus, wir werden schießen und euch zerstören." Nahe des Schiffes habe es einen Einschlag gegeben, Schäden seien aber nicht gemeldet worden. Bei einem dritten Vorfall meldete ein Containerschiff nach Angaben der UKMTO, durch ein "unbekanntes Projektil" getroffen worden zu sein.

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