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Turnier-Boss fordert Aufklärung von "Novax" Djokovic

Novak Djokovic schlägt nun doch bei den Australian Open auf. Dies ermöglicht eine Ausnahmegenehmigung, die der Serbe erhalten hatte. 
Heute Redaktion
05.01.2022, 15:15

Eigentlich waren die Regeln klar: Bloß geimpfte Tennisspieler dürfen nach Australien einreisen, um bei den am 17. Jänner beginnenden Australian Open in Melbourne an den Start zu gehen. Djokovic, der als Impfskeptiker gilt, Fragen zu seinem Impfstatus mit Verweis auf die Privatsphäre unbeantwortet ließ, darf nun per Sonderregelung nach Down Under reisen, wie der 34-Jährige selbst auf Instagram bekannt gab. 

Der Weltranglisten-Erste erhielt eine medizinische Ausnahmegenehmigung, seinem Antrag stimmten zwei Gremien unabhängig voneinander zu. Einem Antreten beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres steht damit nichts mehr im Weg. 

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Djokovic soll Gründe offenlegen

Trotzdem sorgte die "Extrawurst" für den 34-Jährigen für Unmut. Deshalb forderte nun auch Craig Tiley, Turnierdirektor der Australian Open, Djokovic solle die Hintergründe seiner Ausnahmegenehmigung offenlegen. "Es wäre sehr hilfreich, wenn Novak erklären würde, auf welcher Grundlage er die Ausnahmegenehmigung beantragt und erhalten hat. Für ein paar Antworten wären wir dankbar", so der 60-Jährige. 

Keine Sonderbehandlung für Djokovic

Eine Sondergenehmigung zu beantragen sei jedoch legitim, verteidigte Tiley das Vorgehen. Von den rund 3.000 Personen, die zum Tennis-Tross gehören, hätten 26 einen Antrag gestellt, davon seien nur wenige bewilligt worden. "Jeder Person, die die Vorgaben erfüllt hat, wurde die Einreise ermöglicht. Niemand wurde besonders begünstigt. Es gab keine Sonderbehandlung für Novak", so Tiley weiter. 

Djokovic könnte sich in Melbourne endgültig einen Platz in den Tennis-Geschichtsbüchern sichern. Der Serbe hält bei 20 Grand-Slam-Siegen, liegt gleichauf mit Roger Federer und Rafael Nadal. Triumphiert er 34-Jährige Down Under, wäre er der Rekordsieger.