Große Aufregung im Münchner Stadtteil Neuperlach: Am Dienstag rückten dort bis zu 40 Polizisten in 15 Streifenwagen aus, auch Spezialkräfte standen im Einsatz. Der Grund für das Großaufgebot ist skurril: Zwei Personen sollen sich um ein Paar Turnschuhe gestritten haben.
Bei den beiden handelte es sich um Nachbarn – ein Spanier und ein Grieche –, die schon eine längere Feindschaft verbindet, berichtet die "Abendzeitung München". Demnach hatte der Spanier die Polizei verständigt, nachdem es zu einer Rauferei gekommen sein soll.
Zudem gab der 37-Jährige an, dass ihn der Grieche (47) mit einer Machete bedroht habe. Danach hätte sich der 47-Jährige samt Waffe aus dem Staub gemacht. Seitens der Polizei wurde umgehend eine Fahndung nach dem Mann eingeleitet, der für die Beamten kein Unbekannter war.
Laut dem Bericht sei der Grieche bereits wegen Drogenkonsums und Drogenhandels aktenkundig. Des Weiteren soll er zahlreiche Verstöße begangen haben, die zu einem Aufenthaltsverbot im Bereich des Alten Botanischen Gartens und des Münchner Hauptbahnhofs führten.
Schlussendlich konnte die Polizei ihn über eine Überwachungskamera im U-Bahnhof Therese-Giehse-Allee ausfindig machen. Der Verdächtige soll dort einen Zug bestiegen haben, weswegen der Betrieb gestoppt wurde.
Beim Anblick des Großaufgebots der Polizei stieg der Mann freiwillig aus und legte sich auf den Boden – eine Machete konnte nicht gefunden werden. Schon am Montag soll es jedoch zu einem ähnlichen Fall gekommen sein. Auch da gab es zwischen den Nachbarn Streit. Bei dem darauffolgenden Polizeieinsatz wurde eine Machete sichergestellt.