"Twin Mirror" sorgt schon jetzt für Gänsehaut

"Twin Mirror" erscheint zwar erst im Dezember 2020, "Heute" durfte aber den neuen Mystery-Hit von Dontnod Entertainment bereits kurz anspielen.

Den Mystery-Thriller "Twin Mirror", der im Dezember für PlayStation, PC und Xbox erscheint, kann man sich laut dem ersten Eindruck als Mix aus "Deadly Premonition" und "Life is Strange" vorstellen. Zumindest Letzteres ist ein Vorgängerwerk der Entwickler Dontnod Entertainment, die auch für "Twin Mirror" verantwortlich zeichnen. Während man als Dontnod-Fan die Wichtigkeit von Entscheidungen und Dialogen bereits kennt, kommt nun offenbar eine gespaltene Persönlichkeit à la Francis York Morgan aus "Deadly Premonition" hinzu.

Wer nur Bahnhof versteht, muss nicht besorgt sein. In "Twin Mirror" geht es anfangs eigentlich recht simpel zu – in der Vorschau-Version ließen sich zwei Stunden des Thrillers anspielen. Dabei schlüpfte man als Spieler in die Rolle des Journalisten Sam Higgs, der sich gerade am Weg zu der Beerdigung seines besten Freundes in seine alte Heimatstadt befand. Schon die ersten Spielminuten zeigten aber, dass "Twin Mirror" vieles anders anpackt. So überlagert sich die Spielwelt mit einem Kristall-Gedächtnispalast, wenn Sam in Erinnerung an seine Ex-Freundin oder seinen verstorbenen Freund schwelgt.

Die Ereignisse überschlagen sich

Dieser Erinnerungen sind es auch, die Sam die Zeit übersehen lassen, so dass er die Beerdigung schließlich verpasst – und auch seine Heimtstadt zeigt sich nicht sehr gestfreundlich. Sams Berichte haben nämlich das Geschäft vieler Einwohner zusammenbrechen lassen, die nun wenig erfreut sind, den Journalisten persönlich zu sehen. Sam aber scheint schon an der nächsten Story dran zu sein, denn ganz überzeugt vom Unfalltod seines Freundes ist er nicht. Ab diesem Zeitpunkt ist es dann vorerst mit der Ruhe vorbei und die Ereignisse überschlagen sich.

Neben den Kristallwelt-Erinnerungen ist auch die Doppelrolle des Protagonisten erwähnenswert. Als Art geistiger "Zwilling", den nur Sam sehen kann, kommentiert der "Twin" die Gespräche und Aktionen von Sam und rät zu bestimmten Antworten in den Dialogen. Was passiert, wenn man die Ratschläge immer annimmt oder stets ablehnt, verrät das Spiel bisher noch nicht. Einen geistigen Kommentator fanden wir bereits in "Deadly Premonition", in "Twin Mirror" hat er aber spielerische Auswirkungen. Je nach beeinflusster Antwort oder Aktion verändert sich die Geschichte und das Gespräch.

Ab in den Gedankenpalast

Fortan wird in dem Thriller auch an allen Ecken und Enden gerätselt. Etwa: Wie konnte der Wagen des Freundes verunglücken? Dazu sammelt der Spieler in Third-Person-Perspektive in der Spielwelt Hinweise und befragt Zeugen. Hat man genug Ansatzpunkte gesammelt, geht es wieder in den Kristall-Gedankenpalast, wo man versuchen kann, die Bruchstücke zu einem großen Ganzen zusammenzusetzen. Ist ein Rätsel gelöst, geht die Handlung des Spiels weiter. In der Vorschau lagen dabei nur wenige Lösungen auf der Hand – und selbst "sichere" Antworten stellten sich als grundlegend falsch heraus.

Etwas Eingewöhnung verlangte die Steuerung von "Twin Mirror" auf PC. Zwar gibt es nicht allzu viele Tasten zu merken, zeitweise muss aber die linke Maustaste gehalten und dann der Button zum Ansehen, Interagieren oder Lesen gedrückt werden. Nach einigen Spielminuten hat man sich an diese ungewöhnliche Steuerung aber gewöhnt. Grafisch dagegen sieht der Titel verdammt gut aus. Die Charaktere sind detailliertest modelliert, die Umgebungen messerscharf und mit tollen Lichteffekten garniert. Auch die englischen Synchronsprecher leisten einen hervorragenden Job. Gänsehaut! Das ist der erste Eindruck, den die Vorschau-Version von "Twin Mirror" bei uns weckt.

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