U-Bahn für Landeshauptstadt beschlossen – Bau ab 2023

Die Salzburger Lokalbahn endet bisher unter dem Hauptbahnhof.
Die Salzburger Lokalbahn endet bisher unter dem Hauptbahnhof.Franz Neumayr / picturedesk.com
Nach jahrzehntelanger Diskussion bekommt nun die zweite Stadt Österreichs eine U-Bahn. Schon 2023 soll der erste Spatenstich gesetzt werden.

Das Umweltministerium spricht von einem "historischen Moment", was den Öffi-Ausbau anbelangt. Eine knappe Milliarde Euro wird dafür investiert werden, schon 2023 soll der Bau beginnen. Der dafür notwendige Vertrag wurde am Montag zwischen dem Klimaschutzministerium sowie Land und Stadt Salzburg unterzeichnet.

Konkret geht es um die Salzburger Lokalbahn, die aktuell die nördlichen Vororte mit der Landeshauptstadt verbindet. Rund 50 Meter vor dem Hauptbahnhof fährt sie in den Untergrund, wo auch ihre Endhaltestelle unter dem Bahnhof liegt. In Zukunft soll sie dort weiterfahren.

Verlängerung quer durch die Stadt

Das erste Teilstück soll unter der Hauptverkehrsachse der Innenstadt bis zum Schloss Mirabell führen, die genaue Planung ist für die Jahre 2021 bis 2023 angedacht. Das Konzept existiert allerdings bereits Jahrzehnte. Nur über die Kosten wurde man sich nicht einigt. Der Bund sicherte nun 50 Prozent Beteiligung zu.

Anschließend würden die bestehenden Pläne eine Verlängerung unter der Salzach bis in den Süden der Stadt vorsehen, wo sich die meisten höheren Schulen und die Universität befindet. Verkehrslandesrat Stefan Schnöll stellt sogar einen weiteren Ausbau bis nach Hallein, die zweitgrößte Stadt des Landes, in Aussicht.

Auch 1-2-3-Ticket unterzeichnet

Gleichzeitig mit dieser Rahmenvereinbarung über 900 Millionen Euro – sowie zugesicherten acht Millionen Euro für die Pinzgauer Lokalbahn – wurde auch die erste Vereinbarung zwischen Bund und Land bezüglich des 1-2-3-Tickets unterzeichnet. Schon ab nächstem Jahr soll man mit diesem um 1.095 Euro im Jahr in ganz Österreich mit allen Öffis fahren dürfen, betont Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

Landeshauptmann Wilfried Haslauer ergänzt: "Dabei spielt die klimafreundliche Mobilitätswende eine zentrale Rolle, um für nachfolgende Generationen einen bedeutsamen Mehrwert zu generieren. Die Realisierung der Regionalstadtbahn stellt für uns eines der größten Zukunftsprojekte im Verkehrsbereich dar."

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