Überraschung: Spyker kauft Saab doch

Knalleffekt bei Saab: Der bereits totgeglaubte Automobilbauer wird vom niederländischen Sportwagenhersteller Spyker gekauft. Saab-Besitzer General Motors bestätigte den Deal, nachdem eigentlich bereits mit der Abwicklung der schwedischen Traditionsmarke begonnen wurde.

Totgesagte leben offenbar wirklich länger, wie die turbulente Saab-Saga der letzten Monate beweist. Übernahmeversuche der Kleinsthersteller Koenigsegg und Spyker scheiterten und General Motors begann mit dem Ausverkauf der hochverschuldeten Marke. Teile des Know-Hows und der Produktionsstätten gingen an den chinesischen Autobauer BAIC, die rund 3.400 Angestellten in Schweden standen vor der Kündigung.

Doch entgegen aller Erwartungen überraschte GM die Weltöffentlichkeit mit der Erklärung, eine "verbindliche Vereinbarung" mit Spyker getroffen zu haben. Die Niederländer wollen nach der Übernahme ein neues Unternehmen mit dem Namen Saab Spyker Automobiles gründen. Beide Seiten schweigen aber bislang über den Kaufpreis.

Formalitäten müssen geklärt werden

Nun müssen noch die Kartellbehörden, das Insolvenzgericht sowie die amerikanische und schwedische Politik ihre Zustimmung erteilen. Dies wird aber zur reinen Formsache, denn die Regierung in Stockholm unterstützt das Geschäft mit Garantien über 400 Millionen Euro.

General Motors hatte Saab im Jahr 2000 übernommen, konnte das Unternehmen aber nicht aus den roten Zahlen führen und handelte sich selbst große Verluste ein. Bereits vor Monaten kündigten die Amerikaner an, Saab "sterben" zu lassen, falls sich kein Käufer finden ließe.

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