Wegen starker Regenfälle und Überschwemmungen haben die Behörden in Marokko mehr als 50.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Das Innenministerium gab am Dienstag bekannt, dass die Evakuierungen unter anderem die Stadt Ksar-el-Kebir im Norden des Landes betreffen. Dort steht ein Teil der Stadt unter Wasser. Wer nicht bei Verwandten unterkommen konnte, wurde von den Behörden in Notunterkünften untergebracht.
Der marokkanische Wetterdienst warnt noch bis Mittwoch in mehreren Provinzen vor heftigem Wind und Regen. In höheren Lagen über 1.500 Meter kann es auch schneien. König Mohammed VI. hat angeordnet, dass das Militär beim Hochwasserschutz hilft.
Im Dezember sind bei starken Regenfällen und Überschwemmungen 37 Menschen in Marokko ums Leben gekommen. In den vergangenen Wochen forderten Unwetter im Nachbarland Algerien zwei Todesopfer, darunter ein Kind. In Tunesien gab es im Jänner die stärksten Regenfälle seit mehr als 70 Jahren, mindestens fünf Menschen kamen dabei ums Leben.