Am Mittwoch war eine gewaltige Welle aus Wasser, Schlamm und Geröll durch das Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet geströmt und hat ganze Ortschaften mitgerissen.
Nach Angaben des geologischen Dienstes der USA wurde die Katastrophe durch den Abbruch eines Gletschers ausgelöst.
Die Zahl der Todesopfer in Nepal ist mittlerweile auf 626 gestiegen. Aus der chinesischen Region Tibet wurden bislang sieben weitere Todesopfer gemeldet.
Wie AFP berichtet, werden im Katastrophengebiet noch 2.426 Menschen in Nepal und 554 in Tibet vermisst - insgesamt also rund 2.980 Personen. Die Rettungseinsätze werden durch den schlammigen Untergrund und das Risiko weiterer Überflutungen erschwert.
Viele der Überlebenden haben Angehörige und ihr gesamtes Hab und Gut verloren. "Alle Siedlungen in der Nähe des Flusses wurden weggeschwemmt", schilderte etwa Buddhi Ram Dangol. "Es ist nichts mehr übrig."
Nach Einschätzung der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften konnten 93.000 Menschen von der Katastrophe betroffen sein. Unter den mehr als 2400 Vermissten in Nepal sind auch 517 Ausländer, darunter mindestens acht Deutsche.