Dicke Luft in Innsbruck! Das Bergiselspringen wirbelte das Spitzenfeld der Vierschanzentournee gehörig durcheinander. Halvor Egner Granerud und Karl Geiger gingen als Top-Favoriten auf den Sieg ins dritte Springen, wurden am Sonntag vom Winde verweht und nur 15. und 16.
Der Pole Kamil Stoch flog allen davon, übernahm mit seinem souveränen Sieg auch die Gesamtwertung. Dem norwegischen Überflieger Granerud, der den Gesamtweltcup überlegen anführt, passte das gar nicht. Er schimpfte nach dem verpatzten Bewerb über das Springen, Innsbruck im Allgemeinen und sogar seinen Konkurrenten Stoch.
Granerud wurde speziell im ersten Durchgang vom Winde verweht: "Es hat sich wie Innsbruck angefühlt. Es ist jedes Jahr dasselbe. Ich hatte hier noch nie einen guten Wettkampf." Es gäbe hier keine fairen Verhältnisse.
Im norwegischen Fernsehen legte der 24-Jährige nach: "Ich habe das Gefühl, dass die Bedingungen die ganze Tournee für die Polen günstig waren. Es war furchtbar nervig, Kamil Stoch wieder gewinnen zu sehen. Sie hatten definitiv mehr Glück als ich, aber heute hatten sie auch mehr Glück als Geiger."
Stoch gewann das dritte Springen vor dem Slowenen Anze Lanisek und seinem Landsmann Dawid Kubacki. Stoch drehte damit auch die Gesamtwertung zu seinen Gunsten um: 15,2 Punkte liegt er nun vor Kubacki. Nur noch auf Platz drei ist der bisherige Leader Granerud zu finden.