Seit rund drei Wochen ist Albert Riera Cheftrainer bei Eintracht Frankfurt – und schon jetzt sorgt sein Auftreten für mächtig Diskussionsstoff. Und das lässt auch den ehemaligen österreichischen Nationalspieler Martin Harnik nicht ruhig. Eigentlich kennt man den Angreifer als ruhigen, ehrlichen Typen – doch beim spanischen Trainer kommt er in Rage. Im Podcast "Flatterball", den er gemeinsam mit Max Kruse betreibt, lässt Harnik seinen Gefühlen freien Lauf.
"Er ist schon extrem überheblich und selbstverliebt", kracht es aus dem ehemaligen Bundesliga‑Topstürmer in seinem Podcast "Flatterball" heraus. Harnik meint damit Rieras Auftritte bei Pressekonferenzen: Worte, von denen er sagt, sie hätten bei ihm keinen Punkt gewonnen. "Es ist nicht mal witzig oder spannend. Er wirkt wie von einem anderen Stern überheblich – und das spricht mich nullkommanull an", so Harnik, der klare Worte findet.
Und Harnik legt nach: "Er ist so ein Typ, da bin ich ganz ehrlich, dem gönne ich auch keinen Erfolg. Bei dem denke ich nur so: Okay, ihn sang- und klanglos untergehen zu sehen, wäre schon ganz witzig." Dabei spielt er auch auf Rieras Aussagen an, seine Spieler würden für ihn "von der Klippe springen". Für Harnik purer Hohlraum statt echter Motivation. "Da denke ich: Schön, dass du da warst, du kannst irgendwie wieder gehen."
Harnik sieht in Riera zudem einen klaren Stilbruch: "Frankfurt hat so geil und seriös gearbeitet, hatte so viel Erfolg und spannende Trainer mit Oliver Glasner und Dino Toppmöller. Das waren alles Typen, die für Understatement und ehrliche Arbeit standen. Und jetzt so einer, der so los trommelt und in Deutschland noch gar nichts bewiesen hat." Sein abschließendes Fazit: "Ich finde, er passt nicht in die Bundesliga."