Eine Geburt über den Wolken hat am Samstag kurz vor der Landung in New York für Aufregung gesorgt: Auf einem Linienflug aus Jamaika kam ein Baby noch an Bord zur Welt.
Die Maschine der Caribbean Airlines war von Kingston in Richtung John F. Kennedy Airport unterwegs, als sich die Situation zuspitzte. Während des Sinkflugs kündigte sich die Geburt an – die Wehen setzten plötzlich ein. Aus dem Funkverkehr, den die "New York Post" zitiert, geht hervor, wie die Crew reagierte: "Caribbean 005 sinkt auf 3000 Fuß ab und hält diese Höhe. Wir haben eine Passagierin, bei der gerade die Wehen einsetzen", meldete der Pilot.
Daraufhin wurde der Flug priorisiert behandelt. Die Flugsicherung erteilte eine Sondergenehmigung für eine direkte Landung, während medizinisches Personal bereits am Boden bereitgestellt wurde. Noch bevor die Maschine vollständig abgefertigt war, kam das Kind zur Welt. Ein Fluglotse wollte es genau wissen und fragte nach der Landung: "Caribbean 005, ist es schon da?" – die knappe Antwort aus dem Cockpit: "Yes Sir".
Nach der sicheren Landung wurden Mutter und Neugeborenes ins Jamaica-Spital im New Yorker Stadtteil Queens gebracht – ein passender Zufall, schließlich hatte die Reise in Jamaika begonnen. Auch für einen möglichen Namen gab es sofort Ideen aus dem Funk: "Sagt ihr, sie soll das Kind Kennedy nennen", schlug ein Fluglotse vor.
Ob die Mutter diesen Vorschlag annimmt, ist offen. Unklar bleibt auch, ob das Baby durch die Geburt im US-Luftraum automatisch die amerikanische Staatsbürgerschaft erhält oder ob die Eltern ohnehin US-Bürger sind. In den USA ist das sogenannte Geburtsortsprinzip („Birthright Citizenship“) seit Monaten politisch umstritten: Donald Trump will die entsprechende Regelung abschaffen. Da sie jedoch in der Verfassung verankert ist, gilt eine Umsetzung als schwierig.