Laut einem Bericht der britischen "Daily Mail" starb ein weiterer General der russischen Streitkräfte im Krieg gegen die Ukraine. Das britische Medium bezieht sich dabei auf eine Meldung aus Kiew. Zusammen mit dem hochrangigen Militär starben gemäß der "Daily Mail" auch sieben Elitesoldaten einer Spezialeinheit.
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Bei dem Toten soll es sich um Oleg Mityaev (47), Kommandant der 150. motorisierten Scharfschützendivision der russischen Armee handeln. Das Ukrainische Innenministerium vermeldete den Tod des Generals am Dienstag zusammen mit einem angeblichen Foto seiner Leiche. Er soll im Kampf um Mariupol gefallen sein.
Handelt es sich tatsächlich um Mityaev, so müssen die russischen Truppen einen weiteren schweren Verlust hinnehmen. Zuvor starben bereits drei weitere Generäle und laut "Daily Mail" auch zwölf Offiziere im Krieg. Als bestätigt gilt inzwischen dagegen der Tod der sieben Elite-Soldaten. Sie gehörten zur berüchtigten Dzerzhinsky-Division. In Russland kursiert ein Trauerbild der getöteten Kämpfer.
Inzwischen hat sich auch der hochdekorierte russische Testpilot Alexander Garnaev mit Kritik an dem Feldzug zu Wort gemeldet. Garnaev gilt in Russland als angesehen und gab in der Folge seiner Kritik auch sein Amt als Vorsitzender des russischen Club of Heroes auf.
Er sprach laut dem Bericht von einem "völlig unverständlichen Krieg" und einem "Abschlachten von slawischen Brüdern". "Früher oder später wird die Gesellschaft die endgültige Zahl der Verluste kennen [und] entsetzt sein", zitiert das britische Boulevardmedium den Piloten. "Es ist für mich unerträglich, zu sehen, wie sehr unsere Männer – einschließlich derjenigen, die ich persönlich kenne – leiden", sagte er zudem.
Knapp drei Wochen nach Beginn des Ukraine-Kriegs haben die russischen Angreifer ihren Beschuss auf mehrere umkämpfte Städte intensiviert. Betroffen sind neben Kiew und den Vorstädten der Hauptstadt besonders Charkiw im Osten, Mariupol im Südosten und Mykolajiw im Südwesten. Auch bisher von den Kämpfen verschont gebliebene, westliche Städte werden zunehmend beschossen. In Kiew sind Mittwoch früh laut AFP-Korrespondenten erneut mehrere starke Explosionen zu hören gewesen.
Die ukrainischen Streitkräfte starten nach Angaben der Regierung in mehreren Gebieten Gegenoffensiven. Dies verändere die Lage "radikal", erklärt der ukrainische Präsidialamtsberater Mychailo Podolyak über Twitter. Details nennt er nicht.
Am frühen Morgen habe es im Westen der ukrainischen Hauptstadt drei Detonationen gegeben, so die AFP-Korrespondenten. Wie bereits am Vortag, als die russischen Streitkräfte mehrere Wohnhäuser unter Beschuss genommen hatten, stiegen anschließend schwarze Rauchsäulen auf. Weitere Explosionen folgten am Vormittag. Die Behörden machten zunächst keine Angaben. Wegen einer am Dienstagabend verhängten Ausgangssperre konnten sich auch Medienvertreter nicht in der Stadt bewegen. Am Dienstagmorgen waren durch mehrere russische Angriffe mindestens vier Menschen getötet worden.
Im Osten der Ukraine dauern nach russischen Angaben auch die heftigen Gefechte um die Großstadt Sjewjerodonezk an. Einheiten der selbst ernannten "Volksrepublik Luhansk" kämpften an den Stadtgrenzen im Nordwesten, Nordosten und Osten, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Mittwoch in seinem Morgenbericht. In Sjewjerodonezk leben etwa 100.000 Menschen. Die Aufständischen im Gebiet Donezk hätten mehrere Dörfer unter ihre Kontrolle gebracht, sagte Konaschenkow. Das ließ sich nicht überprüfen.
Die russische Armee soll nach Angaben des ukrainischen Generalstabs bereits bis zu 40 Prozent der Einheiten verloren haben, die seit dem Einmarsch an Kämpfen beteiligt waren. Diese Truppen seien entweder vollständig zerstört worden oder hätten ihre Kampfkraft verloren, teilte der Generalstab in Kiew in der Nacht auf Mittwoch in einem Lagebericht mit. Eine konkrete Zahl nannte er nicht. Die Angaben können nicht unabhängig geprüft werden. Die schlimmste Situation herrsche weiter in der Gegend um Mariupol, hieß es.