Der Olympia-Skandal beschäftigt weiterhin die Sportwelt! Beim Mixed-Bewerb im Rodeln wollten seine Landsleute eine Botschaft senden – wurde aber im Fernsehen zensiert, ihnen wurde kurzerhand von den Verantwortlichen der Ton abgedreht. Aber nicht nur bei ihnen ist die Empörung über das Vorgehen des IOC groß. Langlauf-Talent Sofia Shkatula fand klare Worte – schoss hart gegen Russland und das Olympische Komitee.
"Russland steht für Krieg und Terrorismus. Sie haben Kinder getötet, Erwachsene, sie haben unsere Häuser bombardiert und auch mein eigenes Haus zerstört", stellte die 18-Jährige unmissverständlich klar. Hintergrund: Die Langläuferin kommt ursprünglich aus der Region Sumy, die nahe der russischen Grenze liegt und unter dem russischen Angriffskrieg stark gelitten hat. Die Brutalität des Krieges hat sie hautnah miterlebt. "Jetzt gegen ihre Athleten laufen zu müssen, geht einfach nicht", urteilte Shkatula.
"Wir stehen Vladyslav zur Seite", sagte die junge Ukrainerin auf Nachfrage der "BILD". Während ihr Kollege vom Olympischen Komitee vom Bewerb disqualifiziert wurde, weil er gegen Regel 50 verstoßen hat, dürfen russische Athleten weiter an den Start gehen. "Sie bekommen Unterstützung. Das ist einfach ungerecht", führte sie aus.
Denn: Offiziell ist Russland bei den Spielen zwar gesperrt. Doch 13 russische Athleten dürfen als neutrale Teilnehmer starten – ohne Flagge, Hymne oder Nationaltrikot. Ein IOC‑Gremium hatte zuvor geprüft, dass diese Sportler keine bekannten Verbindungen zur Armee oder zur Kriegsunterstützung haben.