Im Austria House wurde am Donnerstag-Abend wieder einmal eine wilde Party geschmissen. Das österreichische Team hatte jedenfalls allen Grund dazu – allen voran Cornelia Hütter, die bei ihren letzten Olympischen Spielen endlich ihre erste Medaille holte und ihre Karriere mit Bronze im Super-G veredelte.
Und dann bekamen die Party-Gäste rund um das Speed-Ass auch noch unerwarteten Besuch. 22 Minuten nach Mitternacht erschien plötzlich Siegerin Federica Brignone. Für den italienischen Skistar wurde auch gleich die Musik angepasst. "Bello e impossibile" schallte es über die Lautsprecher im Austria House.
Und dann ging die Party richtig los. Weil auch noch die französische Zweitplatzierte Romane Miradoli zu Besuch kam, feierten alle Medaillen-Gewinnerinnen zusammen auf der Bühne. Hütter köpfte den Champagner – Brignone bekam Geschenke und Kuchen überreicht, jubelte mit der Österreich-Fahne im Arm und wurde von den Anwesenden gefeiert.
Denn auch für die Gesamtweltcup-Siegerin der vergangenen Saison war dieser Donnerstag ein besonderer Tag. Nach ihrem Sturz im April hatte kaum jemand damit gerechnet, dass die Italienerin bei den Olympischen Spielen teilnehmen könnte, geschweige denn eine Medaille holen würde. Kreuzbandriss, sowie Schien- und Wadenbeinbruch im linken Bein lautete damals die Diagnose. "Es ist ein besonderer Erfolg, einfach so unglaublich und verrückt", schilderte sie der "Krone".