Jeder gönnt Conny Hütter diese erste Medaille in ihrem letzten Rennen bei Olympia. Sie fuhr ein starkes Rennen, hat sich Bronze richtig verdient.
Ariane Rädler war knapp dran, braucht sich nichts vorzuwerfen: Sie rief das Maximum ab – so wie schon in der Abfahrt und in der Team-Kombi.
Federica Brignone schrieb ein Ski-Märchen. Diese Comeback-Story erinnert mich an Hermann Maier. 292 Tage war die Doppel-Weltmeisterin nach Beinbrüchen und einem Kreuzbandriss weg. Im erst vierten Rennen nach der Leidenszeit krönt sie sich zur Olympiasiegerin. Dabei plagen Federica noch Schmerzen, wie mir ihre Mutter am Telefon verriet.
Mit Mama Maria Rosa Quario bin ich selbst im Ski-Weltcup gefahren. Sie gewann im Slalom. Jetzt ist sie zu Recht stolz auf ihre Tochter, die es nicht wie Teamkollegin Sofia Goggia mit der Brechstange probierte. Brignone blieb extrem cool, siegte mit Killerinstinkt und viel Hirn.