Die Ukraine scheint einen bedeutenden Wendepunkt in ihrem Verteidigungskampf gegen Russland erreicht zu haben. Die russische Offensive ist nahezu zum Erliegen gekommen, während Kyjiw die Gegenangriffe offenbar verstärkt.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt die Veränderung: Am Sonntag meldete die ukrainische Armee 234 Gefechte – davon 114 russische Angriffe. Das bedeutet, dass die Ukraine für die restlichen 120 Gefechte verantwortlich gewesen sein könnte.
Wie n-tv.de berichtet, erklärte Armeechef Oleksandr Syrskyj, dass die ukrainischen Streitkräfte an der Front mittlerweile mehr Angriffsoperationen durchführen als die Russen. Auch Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte dies in einer Videoansprache.
Ein weiterer Indikator für die verbesserte Lage: Die Ukraine hat ihre Luftangriffe tief im russischen Hinterland massiv ausgebaut. Zuletzt gab es so massive Attacken auf Moskau wie noch nie zuvor im Krieg.
Selenskyj hat bereits Angriffspläne für den Juni genehmigt. Der Mai habe eine Veränderung der Dynamik zugunsten der Ukraine gebracht, so der Präsident. Die Drohnenangriffe auf russisches Territorium hätten ihre Wirksamkeit bewiesen.