Energieanlagen beschädigt

Drohnenangriffe fordern Tote in Ukraine und Russland

Bei gegenseitigen Drohnenangriffen in der Ukraine und Russland wurden mehrere Menschen getötet und wichtige Energieanlagen beschädigt.
Newsdesk Heute
03.05.2026, 21:36
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Bei heftigen Drohnenangriffen in der Ukraine und in Russland sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Im Süden der Ukraine wurden laut Behörden am Sonntag drei Menschen durch russische Drohnen getötet. In der Nähe von Moskau kam ein 77-jähriger Mann durch einen ukrainischen Drohnenangriff ums Leben, wie der dortige Regionalgouverneur mitteilte.

Kiew berichtet außerdem, dass wichtige Ölanlagen in Russland getroffen worden seien. Oleh Kiper, der Gouverneur der südukrainischen Region Odessa, schrieb in Online-Netzwerken, dass bei den Angriffen zwei Menschen gestorben sind, darunter ein Lkw-Fahrer in einem Hafen. "Feindliche Drohnen haben drei Wohngebäude getroffen, zwei weitere wurden beschädigt", erklärte er. Auch Einrichtungen und Geräte der Hafeninfrastruktur seien in Mitleidenschaft gezogen worden.

Ausfuhren im Wert von Milliarden Dollar verhindert

Die Rettungskräfte veröffentlichten Fotos, auf denen Feuerwehrleute die durch die Angriffe ausgelösten Brände bekämpfen. Bei russischen Angriffen auf das Frontgebiet in der südukrainischen Region Cherson wurde laut Behörden ein weiterer Mensch getötet. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe hat Russland in der Nacht auf Sonntag 268 Drohnen und eine Rakete auf die Ukraine abgefeuert. Die Ukraine wiederum griff Russland mit mindestens 334 Drohnen in 15 Regionen an, wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte.

Auch die nordwestliche Region Leningrad sei massiv attackiert worden. Laut der ukrainischen Regierung wurden in den vergangenen Wochen in dieser Gegend immer wieder für den Export wichtige Ölterminals getroffen. Dadurch seien Ausfuhren im Wert von Milliarden Dollar verhindert worden. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Öl und Gas, die durch den Krieg in der Golfregion gestiegen sind, sind für die russische Wirtschaft und die Finanzierung des Militärs entscheidend.

Offenbar zwei Tanker der Schattenflotte getroffen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte am Sonntag mit, dass zwei Tanker der sogenannten russischen Schattenflotte vor dem Hafen Noworossijsk im Schwarzen Meer getroffen wurden. Er veröffentlichte Schwarz-Weiß-Bilder, die in der Nacht aufgenommen wurden und eine Drohne zeigen, die sich einem Tanker nähert. Wie groß der Schaden ist, war zunächst unklar.

Russland greift die Ukraine in seinem Angriffskrieg fast jede Nacht mit hunderten Drohnen an. Im Gegenzug attackiert das ukrainische Militär regelmäßig die russische Energieversorgung und militärische Ziele. Beide Seiten bestreiten, Angriffe auf Zivilisten zu führen. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 sind zehntausende Menschen gestorben.

Im April hat Russland eine Rekordzahl an weitreichenden Drohnen auf die Ukraine abgefeuert – im Schnitt mehr als 200 pro Tag, wie eine Analyse von Daten der ukrainischen Luftwaffe durch die Nachrichtenagentur AFP ergeben hat.

{title && {title} } red, {title && {title} } 03.05.2026, 21:36
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