Bis zu 2.000 Euro

Ukraine zahlt Kopfgeld für getötete Putin-Soldaten

Ukrainische Soldaten sollen künftig Geldprämien für die Gefangennahme oder das Töten russischer Soldaten erhalten.
Newsdesk Heute
30.06.2026, 21:23
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Die ukrainische Regierung hat beschlossen, dass Soldaten der Streitkräfte finanzielle Prämien bekommen, wenn sie russische Soldaten gefangen nehmen oder im Gefecht töten. Damit will das Land die Motivation der Truppen steigern und die Streitkräfte umfassend reformieren.

Auch Rückeroberungen werden belohnt

Für die Gefangennahme eines russischen Soldaten erhalten ukrainische Militärangehörige laut Verteidigungsministerium rund 100.000 Hrywnja, was etwa 1.960 Euro entspricht. Für die Tötung eines feindlichen Soldaten im Schusswechsel oder Nahkampf gibt es 15.000 Hrywnja, also etwa 294 Euro. Voraussetzung ist jeweils ein Videobeweis.

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Wie t-online berichtet, gilt die neue Regelung rückwirkend ab 1. Juni 2026. Die Zahlungen werden zusammen mit dem regulären Sold ausbezahlt und setzen eine Anordnung des jeweiligen Kommandeurs voraus. Sollte mehr als ein Soldat an einer Gefangennahme beteiligt sein, wird die Prämie geteilt.

Verträge mit festen Laufzeiten geplant

Die Prämien gelten für alle Soldaten, egal, ob sie einen neuen Zeitvertrag abgeschlossen haben oder im Rahmen der Mobilmachung dienen. Ziel der Reform ist eine stärker professionalisierte Armee mit neuen Vertragsmodellen und angepasstem Vergütungssystem.

Künftig sollen Soldaten Verträge mit festen Laufzeiten je nach Einsatzgebiet abschließen können. Für Infanterie- und Sturmtruppen sind Laufzeiten zwischen sechs und 14 Monaten vorgesehen, für andere Kampf- und Unterstützungsverbände 24 Monate. Nach Ablauf soll grundsätzlich die Möglichkeit bestehen, den Dienst zu beenden.

Gefangene wichtig für Austausch

Zusätzlich sieht die Reform weitere Zuschläge für besondere Einsätze wie Rückeroberungen oder Angriffsoperationen vor. Mehrere Prämien können kombiniert werden, allerdings gibt es Obergrenzen. Gefangene russische Soldaten sind für die Ukraine nicht nur militärisch, sondern auch für den Austausch von Kriegsgefangenen von Bedeutung. Beide Seiten tauschen seit Beginn des Kriegs regelmäßig Gefangene aus – zuletzt Ende Juni.

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