Herashewytsch, der im Skeleton-Bewerb der Männer an den Start gehen wird, wollte eigentlich mit einem ganz besonderen Helm fahren. Auf diesem sollten Fotos von im Krieg getöteten ukrainischen Sportlern zu sehen sein. Das IOC schob dem Vorhaben des Skeleton-Asses allerdings einen Riegel vor. Politische Botschaften sind bei Olympia nicht erwünscht.
24 Gesichter von ukrainischen Sportlern, die im Krieg gegen Russland ihr Leben verloren, sind auf dem Helm zu sehen. "Einige von ihnen waren Kinder, die nie an Olympischen Spielen teilnehmen werden, weil sie im Beschuss in verschiedenen Städten verstorben sind. Manche waren auch Teil der olympischen Familie", sagte er.
"Ich habe ihn bei den Testfahrten getragen, gestern getragen, habe ihn heute getragen und werde ihn auch am Renntag tragen", sagte Heraskewytsch vor den Skeleton-Bewerben.
Derweil setzte Ski-Alpin-Läufer Dmytro Shepiuk aus der Ukraine bereits ein Zeichen. Er hielt im Super-G in Bormio nämlich eine auf seinem Handschuh geschriebene Botschaft in die TV-Kamera. "Ukr Heroes with us" ("Ukrainische Helden sind bei uns") stand auf dem Zettel, den der 20-Jährige nach der Zieldurchfahrt zeigte. Sportlich lief es für ihn jedoch nicht nach Wunsch. Shepiuk belegte mit rund acht Sekunden Rückstand auf Olympiasieger Franjo von Allmen den 36. Platz.