Ultras-Botschaft und Rock-Musik bei Rapid-Geisterspiel

Botschaft der Rapid-Fans
Botschaft der Rapid-Fansheute.at
Keine Zuschauer beim Liga-Hit Rapid gegen Sturm. Gespenstische Stille herrschte im Allianz Stadion dennoch nie. Ein "Heute"-Lokalaugenschein.

Geisterspiel-Premiere im Allianz Stadion! Zum allerersten Mal steigt in der 2016 eröffneten Rapid-Heimstätte ein Pflichtspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Schuld ist freilich die Coronavirus-Pandemie.

Zum Schlager gegen Sturm Graz wäre die Hütte freilich voll gewesen, die Fans hätten Stefan Schwab und Co. mit lautstarken Parolen und einer feschen Choreografie angepeitscht. Daraus wurde nichts. 

Rock-Hits vor dem Anpfiff

Vor dem Anpfiff sorgten stattdessen Pop- und Rock-Klassiker von Roxette, Wolfmother, Van Halen, Journey, Airbourne und Smash Mouth für "Stimmung" unter den handverlesenen Journalisten und Zaungästen. Unter anderen durften Rapid-Boss Martin Bruckner, die Präsidiums-Mitglieder Gerald Willfurth und Nikolaus Rosenauer, Premium-Sponsor Michael Tojner, Talente-Manager Steffen Hofmann und ÖFB-Co-Trainer Imre Szabics auf der Tribüne Platz nehmen. Sie alle mussten sich vor dem Einlass einem Check der Körpertemperatur unterziehen. Vor den Toren postierten sich einige Dutzend Polizisten. Zu tun hatten sie wenig.

Völlig verwaist war freilich der Block West, der dennoch eine Botschaft parat hatte. Auf einem riesigen Spruchband stand: "Fußball ohne Publikum zerstört den Sport und bringt ihn um." Mag sein. Dass das Virus jedoch Menschen tötet, sei an dieser Stelle auch erwähnt.

Marek liest Aufstellung vor

Kurz vor dem Anpfiff verlies Stadionsprecher Lukas Marek die Aufstellungen. Beim Spiel selbst waren dann die Kommentare der Fußballer und Coaches gut zu hören. Rapid-Keeper Tobias Knoflach dürfte am Montag heiser sein. Fakt ist: Still ist es in Hütteldorf selbst bei einem Geisterspiel nie. Gespenstisch allemal.

Beim 1:0-Treffer von Kelvin Arase brandete im grün-weißen Lager Jubel auf. Am lautesten zu hören: die beiden Geschäftsführer Christoph Peschek und Zoran Barisic sowie Medienchef Peter Klinglmüller. Nicht fehlen durfte im Anschluss die klassische Tor-Hymne der White Stripes ("Seven Nation Army"). Beim 2:0, 3:0 und 4:0 wiederholte sich das Schauspiel - und selbst die Rapid-Viertelstunde wurde eingeklatscht. Nach 94 Minuten beendete der Schiedsrichter die Partie. 

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