So feiern die Österreicher trotz Corona Weihnachten

Weihnachten im Corona-Jahr.
Weihnachten im Corona-Jahr.Getty Images/iStockphoto/cerro_photography
Zwar wird Weihnachten heuer vermehrt im kleinen Rahmen gefeiert, auf das Geschenke-Budget hatte die Krise laut einer Umfrage aber kaum Auswirkungen.

Jedes Jahr führt das Unternehmen "willhaben" eine Weihnachtsumfrage durch. Auch heuer wurden vom virtuellen Marktplatz Anfang Dezember 1.000 User aus dem ganzen Land zu ihren Weihnachtstraditionen befragt.

Wie das Ergebnis zeigt, freut sich trotz Corona-Krise ein Großteil auf den 24. Dezember, allerdings werden laut der Umfrage voraussichtlich 20 Prozent weniger ein Fest veranstalten als noch im Jahr zuvor. Mehr als 50 Prozent gaben zudem an, dass Corona zumindest teilweise Auswirkungen auf die Feierlichkeiten haben werde.

63 Prozent werden mit bis zu vier Personen feiern

Für die Mehrheit fällt das Weihnachtsfest dieses Jahr jedenfalls kleiner aus als sonst: Fast 63 Prozent werden mit bis zu vier Personen feiern. Mehr als 80 Prozent stellen wieder einen Christbaum auf.

Was die Geschenke betrifft, hat sich die Krise kaum auf das Budget ausgewirkt. Die Österreicher lassen sich auch von Corona nicht abhalten, ihre Liebsten zu beschenken: Rund 80 Prozent der Befragten kaufen Geschenke ein. 58 Prozent beschenken zwei bis fünf Personen. Niederösterreich liegt dabei an der Spitze. In dem Bundesland werden überdurchschnittlich oft mehr als sieben Personen beschenkt.

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Auch zwischen den Geschlechtern gibt es merkliche Unterschiede: Ungefähr ein Drittel der befragten Frauen werden mehr als sieben Personen beschenken, bei den Männern sind dies nicht einmal 15 Prozent. Dafür greifen Männer für ihre Aufmerksamkeiten tiefer in die Tasche: Etwa 45 Prozent der befragten Männer werden mehr als 300 Euro ausgeben, bei Frauen sind es hingegen nur rund 37 Prozent. Die für Weihnachten reservierten Geschenk-Budgets unterscheiden sich dabei laut Umfrage nur marginal von den Vorjahreswerten.

Nachhaltigkeit immer wichtiger

Während Frauen tendenziell früher einkaufen, lassen sich Männer meist bis wenige Tage vor Weihnachten Zeit. Am lässigsten sind dabei die Steirer: Mehr als ein Viertel kauft erst knapp vor den Feiertagen ein. Die Burgenländer halten im Gegenzug dazu häufig das ganze Jahr über Ausschau. 

Auch Nachhaltigkeit und "faires" Schenken wird in Österreich immer wichtiger. Insgesamt 78 Prozent gaben an, dass ihnen dies "sehr" oder "eher" wichtig sei, dabei steht heuer vor allem die Regionalität im Vordergrund. So können sich 62 Prozent vorstellen, etwas Gebrauchtes zu Weihnachten zu besorgen. Besonders beliebt sind dabei Spielzeug, Möbel, Bücher und Spielkonsolen.

Kekse backen heuer äußerst beliebt

Weiters gaben rund 60 Prozent an, das sie in der Vorweihnachtszeit Kekse backen. Im Jahr zuvor waren es ungefähr 50 Prozent. Das Lieblings-Kekserl der Österreicher ist wieder das Vanillekipferl. Dahinter folgen die Linzer Augen und Lebkuchen.

Während das Kekse backen als feste Tradition gelebt wird, geht es beim Weihnachtsgericht am Heiligabend wesentlich vielfältiger zu. Knapp 12 Prozent setzen auf eine kalte Platte oder  Raclette, bei 15 Prozent wird Fisch serviert. Fast 20 Prozent haben überhaupt keine kulinarischen Gewohnheiten zu Weihnachten.

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