Umstrittene "Lernsieg"-App kommt zurück

Das Verfahren der Datenschutzbehörde gegen die App "Lernsieg" wurde eingestellt. Die Betreiber arbeiten an einem Comeback.

Viel Wirbel gab es im Herbst um die Lehrerbewertungs-App "Lernsieg". Zehntausende Male heruntergeladen war sie jedoch kurz nach Start schon wieder offline. Die Behörde ermittelte - bis jetzt.

Startet wieder

Wie am Freitag bekannt wurde, wurde das Verfahren gegen die App "Lernsieg" eingestellt. Die Betreiber streben nun einen Neustart des Projekts an.

Die Ermittlungen der Datenschutzbehörde haben ergeben, dass die App die Verarbeitung der Lehrerdaten in der App im Einklang mit den Grundsätzen der Datenschutz-Grundverordnung stehen. Das steht in einem Bescheid der Behörde. Berechtigte Interessen der Allgemeinheit bzw. der Schüler würden gegenüber der Datenschutz-Interessen der Lehrer zudem überwiegen.

Rechtsgutachten ausständig

"Wir freuen uns über das Ergebnis der Prüfung", sagen die Betreiber der App zur "APA": "Derzeit treffen wir die Vorbereitungen für den Re-Start der App. Wir sind uns unserer Verantwortung, die wir gegenüber den Schüler und auch Lehrer (sic!) haben, bewusst."

Vor einem wirklichen Neustart der App gilt es allerdings noch ein Rechtsgutachten abzuwarten, das vom Bildungsministerium bzw. der Lehrer-Gewerkschaft in Auftrag gegeben wurde. Darin soll geklärt werden, ob bei der Datenverarbeitung die Rechte aller Betroffenen gewahrt werden.

Erfolg und Kritik

In der kostenlosen App haben Schüler die Möglichkeit, ihre Lehrer anhand von verschiedenen Kriterien mithilfe einer Noten-Skala zu bewerten. Nach dem Start im Herbst ließen die ersten schlechten Bewertungen nicht lange auf sich warten.

Das sagt der Gründer der Lernsieg-App zur Kontroverse:

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Maria Theresia von ÖsterreichGood NewsDigitalisierungMartin Schulz

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