Unfallstatistik: Gefährlichste Straßen in Scheibbs

Das Risiko, tödlich zu verunglücken, ist in Österreich nirgends so hoch wie im Bezirk Scheibbs (NÖ). Laut einer Untersuchung des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) kamen dort im Vorjahr auf 10.000 Einwohner 2,7 Verkehrstote. Auf Platz zwei landeten die Bezirke Reutte (Tirol) und Tamsweg (S) mit jeweils 1,9.

In absoluten Zahlen gemessen starben in den Bezirken Mödling und Bruck a. d. Leitha (beide NÖ) mit je 16 Opfern die meisten Verkehrsteilnehmer. Insgesamt elf jener 30 Bezirke mit dem höchsten tödlichen Unfallrisiko liegen in Niederösterreich, sechs in Oberösterreich, vier in Kärnten und in der Steiermark, jeweils zwei in Tirol und Salzburg und einer im Burgenland. Wien und Vorarlberg sind jene Bundesländer, wo das tödliche Unfallrisiko am geringsten ist, wie die VCÖ-Untersuchung zeigte.

Tempo 80 auf Landstraßen?
"56 Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle ereigneten sich im Vorjahr auf Freilandstraßen. Zu hohe Geschwindigkeit ist die Hauptunfallursache. Österreich könnte mit Tempolimit 80, wie es etwa in der Schweiz gilt, die Zahl der tödlichen Unfälle deutlich verringern", sagte Martin Blum vom VCÖ. Um die Zahl der Fußgänger- und Radfahrunfälle zu verringern, forderte Blum entlang von Freilandstraßen mehr Geh- und Radwege - insbesondere in der Nähe von Siedlungen.

Erfreuliches Detail der Analyse: Die Zahl jener Bezirke ohne tödlichen Verkehrsunfall ist im Vorjahr von zwölf (2009) auf 15 gestiegen. Neben zehn Wiener Bezirken und den Städten Rust und Steyr erreichten die Bezirke Güssing, Knittelfeld und Waidhofen an der Thaya dieses Ziel.

APA/red

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