Foda hatte den Außenspieler nur auf Abruf gesetzt, stattdessen mit Phillipp Mwene einen Debütanten als Rechtsverteidiger und Ersatz für den schwer verletzten Stefan Lainer einberufen. Lazaro, der diese Position auch spielen könnte, wurde im 25-Mann-Kader nicht berücksichtigt.
Dies liegt allerdings an dessen Klub Inter Mailand, wie Foda erklärte. "Bei ihm ist das Problem, dass er in den letzten zehn Tagen noch nicht einmal mit der Mannschaft trainieren durfte, was für mich eigentlich unglaublich ist, dass so etwas bei so einem großen Verein passiert", zeigte der Deutsche Unverständnis für den italienischen Meister.
"Anscheinend wollen sie ihn verkaufen. Er hat aber keinen Spielrhythmus, keinen Trainingsrhythmus. Das ist für ihn eine sehr unangenehme Situation", ergänzte Foda nach einem längeren Gespräch mit dem Flügelflitzer. Der 25-Jährige war zuletzt mit einem Wechsel zu Benfica Lissabon in Verbindung gebracht worden. Auch Borussia Dortmund soll ein Auge auf den ÖFB-Star geworfen haben. Bis Ende August soll Lazaro die "Nerazzurri" jedenfalls noch verlassen.
"Eigentlich wollte ich den EM-Kader nicht großartig verändern, alle hätten es sich verdient, dabei zu sein. Durch die Verletzungen von Stefan Lainer und Sasa Kalajdzic habe ich Änderungen vornehmen müssen", so Foda zur Personalsituation. Neben Lazaro ist der zuletzt mit dem Coronavirus infizierte Karim Onisiwo ebenfalls nur auf der Abrufliste.