Am 10. September gegen 14:00 Uhr verlor ein Unimog (Transporter) auf der regennassen B70 in Voitsberg (Steiermark) in einer Kurve die Kontrolle. Das Fahrzeug rutschte quer über die Gegenfahrbahn, durchbrach die Leitschiene und stürzte über die Böschung. Der Beifahrer wurde verletzt, der Lenker muss sich nun wegen fahrlässiger Körperverletzung vor Gericht verantworten.
Der Beifahrer erlitt unter anderem Platzwunden am Kopf und an der Hand sowie eine Rissquetschwunde am Knie. Vor Gericht muss sich der Lenker wegen fahrlässiger Körperverletzung verantworten. Eine außergerichtliche Diversion, die eine Geldbuße ohne Urteil bedeutet hätte, lehnte der Angeklagte ab.
"Wir wissen, dass das eine billige Diversion war, aber wir können uns bis heute nicht erklären, warum das Fahrzeug ausgebrochen ist", erklärte der Anwalt des Lenkers. Nach dem Unfall wurden Warnschilder und Tempobeschränkungen aufgestellt, offenbar bestehen Asphaltprobleme an der Unfallstelle.
Der Lenker schilderte: "Es hat leicht geregnet, ich war mit knapp 60 km/h unterwegs. Plötzlich ist das Heck ausgebrochen. So etwas ist mir noch nie passiert." Auch der Beifahrer bestätigte, dass die Geschwindigkeit den Bedingungen angepasst gewesen sei.
Die Richterin hinterfragte, warum beide Insassen nicht angegurtet gewesen seien. Der Lenker begründete dies mit der unpraktischen Bauweise des Unimog. Um alle Zweifel auszuräumen, ordnete das Gericht ein Kfz-technisches Gutachten an. Bis zum Vorliegen des Ergebnisses wurde der Prozess vertagt.