0:1! Wolverhampton musste sich am Montagabend in der ersten Runde der Premier League als ebenbürtiges Team bei Rekordmeister Manchester United geschlagen geben. Die Gäste dominierten die Schlussphase im Old Trafford, hätten unmittelbar vor dem Ende einen Elfmeter zugesprochen bekommen müssen.
Die Pfeife von Schiedsrichter Simon Hooper blieb stumm. Der Video-Assistent nickte seine Entscheidung ab. Fußball-England ist nun außer sich.
Was war passiert? Goalie-Neuzugang Andre Onana hatte sich tief in der Nachspielzeit ein Blackout geleistet. Beim Versuch, eine Flanke abzufangen, war er am Ball vorbeigesegelt, ungebremst in den zuvor eingewechselten Sasa Kalajdzic gekracht. Der ÖFB-Legionär war erstmals seit seinem Kreuzbandriss vor einem Jahr wieder in einem Pflichtspiel im Einsatz, sofort wieder der große Pechvogel. Kalajdzic war benommen liegen geblieben. Zur Verwunderung aller war der erwartete Strafstoß zum möglichen 1:1 ausgeblieben.
Das bringt nicht nur die Wolves-Fans und das Team in Rage. Trainer Gary O'Neil sah für einen Wutausbruch noch vor dem Abpfiff Gelb. Nach dem Spiel sagte er: "Onana hat Sasa fast geköpft!" Der unmittelbar vor dem Match engagierte Coach war ob der offensichtlichen Fehlentscheidung außer sich.
Dass es eine war, darüber besteht übrigens kein Zweifel. Schiri-Boss Jon Moss hat sich mittlerweile offiziell bei O'Neil für den VAR-Fehler entschuldigt. Der Coach sagt: "Ich habe mit Jon Moss gesprochen und Hut ab, er hat sich entschuldigt und gesagt, es hätte einen Elfer geben müssen." Kalajdzic und seine Kollegen können sich darum wenig kaufen. Der mögliche Punkt ist weg, United hat einen erzitterten Auftaktsieg.