Völkerrecht untergraben

UNO kritisiert US-Militäreinsatz in Venezuela scharf

Die UNO kritisiert den US-Militäreinsatz in Venezuela scharf und warnt vor einer Verschärfung der Lage durch Verletzung des Völkerrechts.
Newsdesk Heute
06.01.2026, 22:18
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Die UNO hat den US-Militäreinsatz in Venezuela scharf kritisiert und davor gewarnt, dass damit "ein grundlegendes Prinzip des Völkerrechts untergraben" wurde. Staaten dürften "Gewalt gegen die territoriale Integrität oder politische Unabhängigkeit anderer Staaten nicht androhen oder einsetzen", sagte die Sprecherin der UN-Menschenrechtskommission, Ravina Shamdasani, am Dienstag vor Journalisten in Genf.

Die USA hatten in der Nacht auf Samstag einen Militäreinsatz gegen Venezuela durchgeführt und Präsident Nicolás Maduro sowie dessen Frau Cilia Flores festgenommen. Dem langjährigen, linksgerichteten Staatschef soll in den USA wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden.

Shamdasani wies die Begründung der USA für den Einsatz mit den "langjährigen und abstoßenden Menschenrechtsverletzungen" der venezolanischen Regierung zurück. "Rechenschaft für Menschenrechtsverletzungen kann nicht durch einseitige militärische Interventionen unter Verletzung des Völkerrechts erreicht werden", betonte die Sprecherin.

Die UN-Menschenrechtskommission habe seit einem Jahrzehnt über "die fortlaufende Verschlechterung der Situation in Venezuela" berichtet, erklärte Shamdasani. "Wir fürchten, dass die derzeitige Instabilität und weitere Militarisierung in dem Land in Folge des US-Militäreinsatzes die Situation nur verschlechtern wird", sagte sie.

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