Nicht nur die Hitzewelle macht Österreich zu schaffen: In Teilen des Landes trieben Unwetter ihr Unwesen. Vor allem im Pitztal ist die Lage prekär. Die Pitze verwandelte sich nach sintflutartigen Regenfällen in einen reißenden Fluss.
Neben dem starken Regen kam es auch zu zwei Murenabgängen, die die Pitztalstraße zwischen den Ortsteilen Hairlach und Bichl in St. Leonhard im Pitztal unpassierbar machten. Somit ist die einzige Talverbindung gesperrt – eine Umleitung gibt es nicht.
Laut einem Bericht der "Krone" sitzen daher rund 1.000 Bewohner fest. Das ganze Ausmaß der Schäden konnte am Dienstag noch nicht beurteilt werden, die Feuerwehr stand im Einsatz. Zwei Wohnhäuser wurden nur knapp von den Muren verfehlt, es kam zu Evakuierungen.
So wurde eine sechsköpfige Familie in einem Hotel untergebracht, die Bewohner des zweiten Wohnhauses wollten dieses jedoch nicht verlassen. Wie lange die betroffenen Anrainer noch von der Außenwelt abgeschnitten sein werden, könne aktuell nicht gesagt werden.
Des Weiteren wurde der Strom in St. Leonhard am Dienstag aus Sicherheitsgründen abgeschaltet. Auch das Mobilfunknetz könnte ausfallen. Die Feuerwehren St. Leonhard, Neurur und Plangeroß sollen im Notfall für rasche Hilfe sorgen. Man beobachte die Situation laufend. Verletzt wurde niemand, die Lage bleibt weiter angespannt.