Gewitter, Starkregen, Hagel

Unwetter im Anmarsch! In diesem "Streifen" wirds heftig

Nach dem Hitze-Höhepunkt geht es jetzt turbulent weiter. Unwetter krachen. Meteorologe Christoph Matella sagt, wo es heftig wird.
Wetter Heute
06.08.2026, 12:17
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Österreich bleibt weiter im Wetter-Extrem. Während in Teilen des Landes am Donnerstag heftige Gewitter drohen, verschärft sich im Osten und Südosten die Trockenheit weiter. Dazu kommt: Nach nur kurzer Abkühlung steigen die Temperaturen schon wieder deutlich an.

"Eine Kaltfront liegt aktuell über dem Südosten von Deutschland", erklärt Christoph Matella, Meteorologe der UBIMET, die Wetterlage. Bereits in den Morgenstunden haben sich im Vorfeld einzelne, lokal kräftige Gewitter gebildet – etwa im Waldviertel.

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Ab Mittag steigt die Gefahr weiter an. Besonders betroffen ist laut Matella ein Streifen "von Tirol und Oberkärnten bis ins Waldviertel". Dort sind teils starke Gewitter möglich. Stellenweise besteht Unwettergefahr durch große Regenmengen in kurzer Zeit, Sturmböen und lokal auch Hagel.

Erwischt es Wien?

Im Laufe des Nachmittags können auch am Alpenostrand einzelne Gewitter entstehen. Ausläufer davon könnten Wien noch in abgeschwächter Form erreichen. Meist bleibt es im Osten und Südosten aber trocken.

Genau dort ist das nächste Problem längst akut. Eine spürbare Entspannung bei der Trockenheit ist vorerst nur im Bergland in Sicht. Im Osten und Südosten gibt es bis inklusive Freitag, wenn überhaupt, nur einzelne Schauer und Gewitter. Vielerorts bleibt es ganz trocken.

Die extreme Trockenheit setzt sich damit fort. Gebietsweise habe es zu diesem Zeitpunkt im Jahr "noch nie so wenig Niederschlag gegeben", so Matella. Betroffen ist demnach etwa auch der Raum Wiener Neustadt, wo am Mittwoch der große Waldbrand ausgebrochen ist.

Neue Hitze voraus

Bei der Hitze gibt es nur eine kurze Verschnaufpause. Am Freitag und Samstag liegen die höchsten Werte in Österreich bei bis zu 32 Grad. Ab Sonntag steigen die Temperaturen bereits wieder an, weil die Höhenströmung mehr auf Südwest dreht. Damit erreichen wieder heißere und energiereichere Luftmassen das Land.

Am Sonntag sind Höchstwerte zwischen 28 und 35 Grad zu erwarten. Auch in der neuen Woche bleibt es vor allem im Osten und Südosten heiß, mit Spitzen bis 35 Grad. Richtung Ende der kommenden Woche sind nach aktuellem Modellstand sogar wieder Werte um 37 Grad möglich. Die Unsicherheiten sind so weit in die Zukunft noch groß, so extrem wie in den vergangenen Tagen werde es aber "mit großer Wahrscheinlichkeit nicht", sagt der Wetterexperte.

Das neue Normal?

Der Blick auf die letzten Monate fällt dennoch alarmierend aus. Der Sommer 2026 ist laut Matella aktuell "auf Kurs zum heißesten Sommer der Messgeschichte". Regional war es zudem extrem trocken, teils so trocken wie noch nie. Dazu kamen dutzende neue Temperaturrekorde, auch der Allzeitrekord wurde mehrfach übertroffen.

Mit Blick auf die Vergangenheit ist dieser Sommer damit außergewöhnlich. Für die Zukunft fällt die Einschätzung ernüchternd aus: "Im Zuge des Klimawandels müssen wir uns leider immer mehr auf solche bzw. noch heißere und extremere Sommer einstellen."

Ab Freitag werden hinter der schwachen Kaltfront zwar etwas kühlere Luftmassen in den Alpenraum gelenkt, im Bergland bleibt allerdings die Schauer- und Gewitterneigung weiter erhöht. Bereits am Wochenende setzt sich wieder hoher Luftdruck durch und es wird abermals hochsommerlich heiß.

Die UBIMET-Prognose im Detail

Am Donnerstag scheint im Osten und Süden noch verbreitet die Sonne, von Vorarlberg über die Obersteiermark bis ins Waldviertel ziehen bereits in der Früh erste, Schauer und Gewitter durch. Am Nachmittag wird es vom Bergland ausgehend verbreitet gewittrig, stellenweise besteht Unwettergefahr. Am längsten freundlich bleibt es von Unterkärnten bis ins Südburgenland sowie im äußersten Osten. Der Wind weht mäßig bis lebhaft, bei Gewittern auch kräftig, mit stürmischen Böen aus West bis Nordwest.

Der Freitag beginnt bewölkt und im Osten und Süden noch nass. Am Vormittag lässt der Regen nach und von Nordwesten her lockert es auf. Vor allem im Bergland und im Süden gehen ab dem Mittag weitere Schauer und kräftige Gewitter nieder. Im äußersten Osten und im Südosten bleibt die Gewitterneigung gering. Am häufigsten zeigt sich die Sonne vom Bodensee bis ins Obere Waldviertel. Abgesehen von Gewitterböen weht schwacher bis mäßiger, im Osten auch lebhafter Nordwestwind. Je nach Sonne werden 23 bis 31 Grad erreicht.

Am Samstag stellt sich abseits der Alpen ein häufig freundlicher Sonne-Wolken-Mix ein. Im Bergland halten sich anfangs einige Restwolken und wandeln sich tagsüber in Quellwolken um, etwa ab Mittag bilden sich lokale Schauer und Gewitter. Zumindest ab und zu lässt sich aber auch dort die Sonne blicken, am Abend beruhigt sich das Wetter wieder. Bei schwachem bis mäßigem, auf östliche Richtungen drehendem Wind liegen die Höchstwerte zwischen 26 und 32 Grad.

Der Sonntag präsentiert sich von seiner hochsommerlichen Seite, verbreitet scheint die Sonne. Im Laufe des Nachmittags nimmt zunächst über dem westlichen Bergland die Schauer- und Gewitterneigung zu. Am Abend sind lokal dann besonders in Vorarlberg und Außerfern auch kräftige Gewitter möglich mit stürmischen Böen. Abgesehen davon weht der Südostwind nur schwach bis mäßig und die Temperaturen steigen auf 28 bis 35 Grad.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 06.08.2026, 12:42, 06.08.2026, 12:17