Neueröffnung Mels Place

Urlis Guglhupf ist jetzt der Star in neuem Wiener Café

Backen wie bei Oma und Urli, aber mit modernem Twist: Melanie Mayerl hat in Mariahilf ihr eigenes Café eröffnet und setzt dabei auf Familienrezepte.
Yvonne Mresch
01.09.2026, 05:30
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"Von Oma habe ich gelernt, wie man die Biskuitroulade richtig rollt, damit sie nicht reißt", erinnert sich Melanie Mayerl schmunzelnd. Schon als Kind packte die heute 34-jährige die Liebe zum Backen. Viele Jahre später hat sie sich einen lange gehegten Traum erfüllt und mit "Mels Place" ihr eigenes Café in der Hirschengasse (Mariahilf) eröffnet.

Vom Bürojob ins Café

Die kleine Gasse erscheint unscheinbar und ruhig und vor allem ruhig soll sie bleiben: "Ich werde nie einen Barbetrieb eröffnen", lacht die Gastronomin. Vielmehr soll das Lokal eine Wohnzimmer-Atmosphäre ausstrahlen und zum gemütlichen Kennenlernen einladen – die Tische sind deshalb bewusst eng platziert. Man soll ins Reden kommen: "Ich bin selbst ein offener Mensch", so Mayerl.

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Lange war die Wienerin im Marketing tätig, bis sie schließlich 2022 während einer Bildungskarenz die Ausbildung zur Konditorin absolvierte. "Ich brauchte einen Ausgleich zum Arbeitsalltag und Backen beruhigt einfach. Man muss sich konzentrieren und Abläufe befolgen, das entspannt mich." Heute hat sie ihr Hobby zum Beruf gemacht: Im "Mels Place", angelehnt an ihren Namen, bietet sie regelmäßig wechselnde Süßspeisen an. Die Rezepte stammen großteils von ihrer Oma und Uroma, werden jedoch abgewandelt und modernisiert.

"Das Auge isst auch mit!"

Angeboten werden Klassiker wie der Guglhupf oder die bereits genannte Biskuitroulade, besonders beliebt seien aber auch der Mandelkuchen, die Cake-Pops oder die Lemon Tarte, die Mayerls Lebensgefährte auf die Speisekarte brachte: "Es schmeckt wirklich intensiv nach Zitrone, kommt aber überraschend gut an", so die Chefin.

Mit ihren Kuchen will sie "Kindheitserlebnisse wecken", das Auge müsse dabei stets mitessen. Das betrifft sowohl das Essen als auch die Einrichtung: "Ästhetik ist mir wichtig, das helle Holz und die gelben Farben habe ich bewusst gewählt. Ich will damit auch meine Frohnatur präsentieren", so Mayerl.

Veganer Kuchen, aber nicht von Oma

Auf Bestellung gibt es übrigens auch Motivtorten. Wer es weniger süß mag, kann kleine Snacks wie Focaccia (ab 8,50 Euro), Sandwiches (ab 7,50 Euro). Das Brot stammt von Joseph Brot, alles andere produziert Mayerl selbst vor Ort. Für Veganer bietet die Konditorin einen Heidelbeerkuchen an (ausnahmsweise kein Rezept von Oma), der Mandelkuchen kommt ganz ohne Mehl aus.

Das Wort "glutenfrei" nehme sie jedoch nicht gerne in den Mund (zuvor gab es an diesem Standort ein glutenfreies Lokal, Anm.), schließlich backe sie mit Mehl, so sei die Küche kontaminiert. Zu trinken gibt es neben den Klassikern auch Smoothies und selbstgemachte Säfte aus dem Waldviertel.

Vier Wochen nach der Eröffnung ist die junge Unternehmerin zufrieden: "Die Leute kommen und gehen mit einem Lächeln raus. Ein 'Secret spot' werde ich wohl immer bleiben, aber das stört mich nicht. Hauptsache man fühlt sich wohl. Dieser Ort hat mich gefunden – mehr hätte ich mir nicht erträumen können. Ich genieße jeden Tag!"

Das "Mels Place" ist von Dienstag bis Samstag zwischen 8 und 17 Uhr geöffnet. Im Herbst starten Kinderbackkurse, mehr gibt's hier.

{title && {title} } ym, {title && {title} } 01.09.2026, 05:30
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