Am kommenden Montag wird im Bezirksgericht Oslo das Urteil gegen Marius BorgHøiby (29) verkündet. Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) wurde von Februar bis März wegen mehrerer Vorwürfe, darunter Vergewaltigung und Gewalt in Beziehungen, vor Gericht gestellt.
Nicht nur der Angeklagte und die norwegische Königsfamilie blicken mit Spannung auf diesen Termin. Auch für die sieben mutmaßlichen Opfer könnte das Urteil einen Wendepunkt darstellen.
Wie gala.de unter Berufung auf Dana Press berichtet, haben sich mehrere Anwälte der geschädigten Frauen zu Wort gemeldet. Anwältin Heidi Reisvang erklärte: "Die Geschädigten versuchen so gut es geht, ihr Leben weiterzuleben, sind aber natürlich von dem geprägt, was sie erlebt haben, dem Gerichtsverfahren und dem Druck der Medien."
Die Anwälte forderten im Prozess Schmerzensgeld in Höhe von mehr als einer Million norwegischen Kronen für drei ihrer Mandantinnen. Die sogenannte "Frogner-Frau" – Marius' letzte Ex-Freundin vor dem Prozess – wird bei der Urteilsverkündung nicht anwesend sein.
Ihre Anwältin Mette Yvonne Larsen wurde gefragt, ob ihre Mandantin ins Gericht kommen werde, und antwortete knapp: "Nein. Das möchte sie nicht."
Anders verhält es sich bei der "Geschädigten C". Deren Anwältin Hege Salomon erklärte: "Sie ist gespannt auf das Urteil. Viele fragen nach der Strafhöhe, aber für sie ist es am wichtigsten, ob Marius in dem Anklagepunkt, der meine Mandantin betrifft, für schuldig befunden wird."
Salomon bestätigte, dass ihre Mandantin bei der Urteilsverkündung anwesend sein wird. Die Staatsanwaltschaft hatte im Prozess eine Haftstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten gefordert.