US-Streitkräfte haben nach Angaben von Präsident Donald Trump die militärischen Anlagen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg zerstört. Auf eine Vernichtung der Öl-Infrastruktur habe er vorerst verzichtet, schrieb der Republikaner auf Truth Social.
Das Central Command habe "einen der heftigsten Luftangriffe in der Geschichte des Nahen Ostens ausgeführt", erklärte Trump. Das Regionalkommando habe "jedes militärische Ziel auf dem Kronjuwel des Iran, der Insel Kharg, vollständig ausradiert".
Wie n-tv.de berichtet, liegt die Insel Kharg im Persischen Golf. Über das dort befindliche Öl-Terminal wird fast der gesamte iranische Rohölexport abgewickelt.
Der US-Präsident erklärte, er habe sich "dafür entschieden, die Ölinfrastruktur auf der Insel nicht zu zerstören". Gleichzeitig drohte er: "Sollte jedoch der Iran oder irgendjemand anderes etwas unternehmen, um die freie und sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus zu stören, werde ich dies sofort überdenken."
Die iranischen Revolutionsgarden halten an ihrer Blockade der etwa 55 Kilometer breiten Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman bislang fest. Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport.
Die iranischen Streitkräfte haben nach der Bombardierung Washingtons vor einem Angriff auf den Öl- und Energiesektor gewarnt. Bei einem solchen Angriff würden "alle entsprechenden US-Einrichtungen in der Region zerstört werden", erklärte ein Sprecher.
Seit Beginn des Iran-Krieges vor zwei Wochen ist der Ölpreis um rund 40 Prozent gestiegen und liegt mittlerweile bei über 103 Dollar pro Fass. Der Konflikt belastet auch die Börsen weltweit.