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US-Behörden ermitteln gegen Toyota

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:10

Nächster Rückschlag für den japanischen Autobauer: Wegen der klemmenden Gaspedale und rutschenden Fußmatten hat jetzt die US-Behörde für Verkehrssicherheit die Ermittlungen aufgenommen. Toyota wird vorgeworfen, zu spät auf die Probleme reagiert zu haben.

Während Toyota noch mitten in seiner Rückrufaktion steckt hat die National Highway Traffic Safety Administration gestern Ermittlungen gegen den Autobauer aufgenommen. Die Behörde verlangt wegen der anhaltenden Pannenserie Einsicht in interne Dokumente, um herauszufinden, ob Toyota möglicherweise bereits früher von den Problemen wusste und zu spät reagiert hatte.

Toyota will kooperieren

"Rückrufe sind sehr ernste Angelegenheiten", erklärte US-Verkehrsminister Ray LaHood, "Autohersteller sind angewiesen, Defekte schnell zu melden." Daher muss sich Toyota am 24. Februar auch vor mehreren Ausschüssen im Kongress verantworten. Der Konzern sicherte bereits seine volle Kooperation zu.

Hohe Geldstrafe droht

Laut US-Gesetz hat ein Hersteller fünf Tage Zeit die Behörden zu informieren, wenn ein Defekt erkannt wird. Sollte sich herausstellen, dass Toyota die Frist verstreichen ließ, droht eine Strafe von bis zu 12 Millionen Euro. Dies wäre im Vergleich zum Imageschaden aber ein vernachlässigbarer Betrag. Außerdem wäre ein derartiges Versäumnis ein gefundenes Fressen für US-Anwälte, denn aufgrund der Defekte sollen 34 Menschen gestorben sein.

Zwei US-Werke stillgelegt

Weltweit rief Toyota aufgrund der Produktionspannen rund acht Millionen Autos zurück. Allein in den USA werden täglich rund 50.000 Fahrzeuge repariert. Gleichzeitig wird die Produktion von Neuwagen in zwei US-Werken tagesweise eingestellt, da der Verkauf im Jänner um 15 Prozent eingebrochen war.

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