Alarmstart für das österreichische Bundesheer: Gleich an zwei Tagen hintereinander mussten Eurofighter aufsteigen, weil Flugzeuge der US-Luftwaffe im heimischen Luftraum entdeckt wurden.
Wie Bundesheer-Sprecher Michael Bauer bestätigte, waren am Sonntag zwei Maschinen vom Typ PC12 ohne die nötigen Überflugsgenehmigungen über Oberösterreich unterwegs. Die Flugzeuge wurden in der Gegend rund um das Tote Gebirge gesichtet, wie er auf Anfrage von "20 Minuten" erklärte.
Nach dem Alarmstart identifizierten die Eurofighter die Maschinen. Laut Bauer drehten die US-Flieger danach ab und flogen zurück nach München.
Auch am Montag rückten erneut Eurofighter aus. Wieder wurden zwei PC12 der US-Luftwaffe im österreichischen Luftraum entdeckt. Ob diesmal gültige Genehmigungen vorlagen, war vorerst noch unklar.
Die PC12 stammen vom Schweizer Flugzeugbauer Pilatus und werden von der US-Luftwaffe vor allem für Aufklärungs- und Überwachungsmissionen genutzt. Auch Spezialeinheiten setzen die Maschinen ein.
Ein Eurofighter-Alarmstart erfolgt immer dann, wenn ein Flugzeug in den österreichischen Luftraum einfliegt oder ihn überqueren möchte, ohne sich zuvor per Funk zu melden oder eindeutig zu identifizieren. Dahinter steckt oft kein ernster Zwischenfall – manchmal wurde schlicht das Funkgerät nicht eingeschaltet.
Echte Sicherheitslagen sind laut Bundesheer äußerst selten. Jeder einzelne Überflug wird jedenfalls genau überprüft und entweder genehmigt oder untersagt.
Welche Folgen die Vorfälle haben, wird laut Bundesheer nun über diplomatische Kanäle geklärt. Dass gleich an zwei Tagen hintereinander US-Militärmaschinen für Alarmstarts sorgen, ist jedenfalls äußerst selten.