Die US-Regierung zieht die Zügel gegenüber der Eliteuni Harvard ordentlich an. Am Freitag hat das US-Justizministerium eine Klage eingebracht. Darin steht, dass Harvard bei pro-palästinensischen Demos am Campus im Jahr 2024 ein "feindliches Umfeld" für jüdische und israelische Studierende zugelassen habe. Die Regierung will erreichen, dass Harvard große Zuschüsse aus Bundesmitteln zurückzahlen muss und künftig kein Geld mehr vom Staat bekommt.
In der Klage steht, Harvard fördere weiterhin ein Campusklima, "in dem feindlicher Antisemitismus und anti-israelisches Verhalten florieren". Bei den Protesten 2024 habe die Uni sogar ihre eigenen Regeln nicht angewandt. Sie habe zugelassen, dass anti-israelische Demonstranten die Bibliotheken besetzt haben und ein Protestcamp 20 Tage lang am Campus geduldet.
Harvard selbst sagt, die Uni kümmere sich sehr um ihre jüdischen und israelischen Mitglieder und habe verschiedene Maßnahmen gegen Antisemitismus gesetzt.
Trump geht seit seinem erneuten Amtsantritt vor 14 Monaten besonders hart gegen Harvard und andere Unis vor, die er als Vertreter einer linken Einstellung sieht. Er wollte der Uni Bundesmittel in der Höhe von 2,6 Milliarden Dollar streichen und die Aufnahme internationaler Studenten verhindern. Beides haben die Gerichte vorerst gestoppt.
Zuletzt forderte Trump von Harvard eine Entschädigung von einer Milliarde Dollar, weil jüdische Studenten während der pro-palästinensischen Proteste angeblich nicht ausreichend geschützt worden seien.