In einem seltenen Akt parteiübergreifender Einigkeit haben zwölf US-Senatoren Präsident Donald Trump aufgefordert, das kürzlich vereinbarte Diesel-Abkommen mit Russland zu beenden.
Sechs Republikaner und sechs Demokraten unterzeichneten einen gemeinsamen Brief an das Weiße Haus.
Das Abkommen sieht vor, dass Russland mehr als 300.000 Tonnen Diesel für die USA und den Weltmarkt liefern darf.
Trump hatte den Deal nach einem Telefonat mit Kremlchef Wladimir Putin verkündet und ihn mit den hohen Spritpreisen vor den Zwischenwahlen begründet.
Wie n-tv berichtet, kritisieren die Senatoren, dass das Diesel-Abkommen Russland mehr Treibstoff zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine verschaffe.
In dem Brief heißt es: "Moskau die Möglichkeit zu geben, russischen Diesel frei auf den Weltmärkten zu verkaufen, schadet den US-Sicherheitsinteressen und ist ein Verrat am ukrainischen Volk."
Zu den Unterzeichnern gehört auch der führende Republikaner Mitch McConnell. Der Vorstoß markiert eine Abkehr von der bislang fast uneingeschränkten Unterstützung der Republikaner für Trumps außenpolitische Entscheidungen.
Der Widerspruch kommt drei Wochen vor den Zwischenwahlen am 3. November, bei denen sich die Mehrheitsverhältnisse im Kongress entscheiden.
Trump steht innenpolitisch wegen der gestiegenen Dieselpreise unter Druck, doch Experten bezweifeln, dass die russischen Lieferungen den Preisanstieg spürbar bremsen können.