Nach dem ersten Spiel des Iran bei der Fußball-Weltmeisterschaft ist das US-Visum des iranischen Nationalspielers Mehdi Torabi abgelaufen. Der Flügelspieler habe lediglich ein Visum zur einmaligen Einreise statt wie der Rest der Mannschaft eine längerfristige Einreisegenehmigung erhalten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Dienstag. Nachdem die Nationalmannschaft für ihr erstes Spiel gegen Neuseeland am Montag nach Los Angeles geflogen sei, sei dieses nun abgelaufen.
Der iranische Fußballverband bemühe sich derzeit um ein neues Visum für Torabi, damit er mit der Nationalmannschaft auch an den weiteren Spielen teilnehmen könne, berichtete Irna weiter. Der Offensivspieler war gegen Neuseeland ohne Einsatzminuten geblieben, saß auf der Bank.
Vonseiten der WM-Veranstalter oder der US-Regierung gab es zunächst keine Reaktion. Unklar ist nun, wie es mit dem 31-Jährigen weitergeht. Und was der Hintergrund des bloß einmalig ausgestellten US-Visums ist. Im schlimmsten Fall könnte Torabi zu keinem weiteren WM-Spiel reisen dürfen.
Über die WM-Teilnahme der Iraner hatte es wegen des Iran-Kriegs wochenlange Diskussionen gegeben. So erhielten zwar alle Spieler ein Visum für die Einreise in die USA, nicht aber alle Mitglieder ihres Betreuerstabs, unter ihnen Verbandspräsident Mehdi Taj.
Wegen des Krieges hatte das iranische Team zudem sein ursprünglich in Tucson im US-Bundesstaat Arizona geplantes Quartier ins mexikanische Tijuana verlegt. Die Spieler müssen deshalb für jedes Spiel in den USA eigens ein- und wieder ausreisen. Als nächstes spielt der Iran am kommenden Sonntag in Los Angeles gegen Belgien.