David Alaba: "Es ist jetzt 30 Jahre her. Wenn ich an den Tag zurückdenk', bekomm' ich wirklich heute noch Gänsehaut. Die Leute auf den Straßen, die Stimmung im ganzen Land. Das war schon 'was ganz Besonderes."
Es ist der fiktive 64-jährige David, der in einem Interview aus der Zukunft auf den historischen Triumph von Fußball-Österreich zurückblickt. Die ÖFB-Ikone und seine Kollegen Marko Arnautovic, Marcel Sabitzer und Teamchef Ralf Rangnick sorgen in eine KI-generierten Doku vor dem österreichischen Auftaktmatch gegen Jordanien (Mittwoch, 6 Uhr) für jede Menge Stimmung.
Der Clip von "Sequence Five" bezeichnet sein Projekt als "satirische Doku" aus dem Jahr 2056. Das gefällt nicht nur den Fans. Auch das österreichische Nationalteam jubelt auf Instagram: "Nice One! You never know. GEMMA!"
Den Fans wird das Szenario Weltmeister 2026 mehr als nur schmackhaft gemacht. Jubelbilder aus den Straßen und die stattlich gealterten KI-Ebenbilder der heimischen Fußballhelden machen weniger als 24 Stunden vor dem Anpfiff Lust auf die Realität selbiger.
Arnautovic blickt im Clip zurück: "Ja, also ich hab' im Leben schon viel gesehen: Geld, Erfolg, alles. Aber ich muss ehrlich sagen, das kannst du halt nicht kaufen."
Alaba: "Wir haben die Zeit auf jeden Fall sehr genossen. Wir haben lang gedacht, dass das irgendwann wieder weggeht. Aber es ist einfach nicht passiert."
Eine Geburtshelferin wird eingespielt, fragt eine frisch gebackene Mutter: "Es ist ein Bub. David oder Marko?" Die Antwort: "Marko!"
Sabitzer nimmt am Interview-Stuhl Platz: "Es gibt ja so Tage im Jahr, wo man frei hat. So genau weiß eigentlich keiner, warum. Pfingstmontag, zum Beispiel. Und dann gibt's halt den 19. Juli."
Es ist eine Anspielung auf die lange währenden Verhandlungen zwischen Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Arnautovic, der seit der erfolgreichen Quali für das Turnier einen Feiertag fordert.
Ein deutscher Fan wird eingeblendet: "Wir haben das Ding drei Mal gewonnen. Drei Mal! Aber die feiern da jeden verdammten Tag 2026."
Teamchef Rangnick: "Ja natürlich gibt es Leute, die sagen, dass das Ganze vielleicht ein bisschen übertrieben ist. Das kann man so sehen. Aber am Ende, ist es jetzt einfach so."
"Damals haben wir nicht einmal genug Geld für ein Stadion gehabt", sagt die Zukunftsversion von ÖFB-Präsident Josef Pröll stolz zu Rangnick. Es folgen Aufnahmen von hoch modernen Arenen in Salzburg, an der Kitzbüheler Streif, in der Wachau.
Eine Mutter liest ihrer Tochter aus einem Kinderbuch vor – auf dem Buchrücken: Konny Laimer.
Der Film endet mit einem klassischen Arnautovic-Sager: "Es gibt Kinder, die waren 2026 noch gar nicht geboren. Trotzdem wissen sie ganz genau, wo sie damals waren." Dann wird er von seiner Pressemitarbeiterin als Präsident von Österreich zum nächsten Termin gebeten.
Österreichs (reale) Reise zum möglichen Titel beginnt in den frühen Mittwochmorgenstunden. Was ein Auftaktsieg gegen Gruppen-Außenseiter Jordanien auslösen könnte, haben die heimischen Fans von ihren Idolen nun gehört. Ihre gegenwärtigen Ichs haben für ein solches Szenario aber jede Menge Arbeit vor sich. Nach dem Auftakt gegen Jordanien warten in Gruppe J Titelverteidiger Argentinien und Algerien. Nach dem erhofften Aufstieg würden Österreich vier knallharte K.o.-Spiele gegen die besten Nationen der Welt erwarten.