Die Vereinigten Staaten investieren massiv in den Ausbau eines Militärhafens im peruanischen Callao. Das Projekt, das etwa 1,5 Milliarden US-Dollar kosten soll, wird in den kommenden vier Jahren realisiert. Der Hafen liegt strategisch bedeutsam in der Nähe eines chinesisch geführten Stützpunkts.
Geplant ist die Errichtung neuer Spezialdocks für Militärschiffe, während Peru den Großteil der Kosten trägt. Die USA unterstützen das Vorhaben mit Beratung und technischer Expertise. Der US-Kongress hatte den Ausbau bereits vor Monaten genehmigt, wobei sich die US-Regierung davon eine Stärkung der Partnerschaft mit Peru erhofft.
Der Marinestützpunkt in Callao besteht seit den 1930er-Jahren und beherbergt neben 16 US-Soldaten rund 300 peruanische Zivilangestellte. Auf dem Gelände befindet sich außerdem ein Hochsicherheitsgefängnis. Die Fläche des Hafens umfasst etwa 70 bis 100 Hektar mit einer Kaianlage von einem Kilometer Länge.
Nur rund 80 Kilometer entfernt liegt der Hafen Chancay, der von chinesischen Investoren betrieben wird. Die USA wollen mit dem Ausbau verhindern, dass sich das militärische Gleichgewicht in der Region zugunsten Chinas verschiebt, und dass die Verteidigungsfähigkeiten des Partners Peru gestärkt werden. Laut US-Außenministerium soll das Projekt außerdem zu den außenpolitischen Zielen der USA beitragen.