Mit Erschießungskommandos

Trump-Regierung plant Ausweitung der Todesstrafe

Das US-Justizministerium plant, die Todesstrafe auf Bundesebene auszuweiten und neue Hinrichtungsmethoden einzuführen.
Newsdesk Heute
24.04.2026, 22:46
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Das US-Justizministerium plant, die Todesstrafe für besonders schwere Verbrechen auf Bundesebene auszuweiten. Dafür sollen künftig auch neue Hinrichtungsmethoden wie Erschießungskommandos erlaubt sein. "Die vorherige Regierung ist ihrer Pflicht, das amerikanische Volk zu schützen, nicht nachgekommen, indem sie sich weigerte, die Höchststrafe gegen die gefährlichsten Verbrecher, darunter Terroristen, Kindermörder und Polizistenmörder zu verhängen", sagte Justizminister Todd Blanche am Freitag.

In Bundesgefängnissen sollen neben der Giftspritze künftig auch Erschießungskommandos, Stromschläge und Gas eingesetzt werden können. Laut Blanche will das Justizministerium unter Präsident Donald Trump das Recht wieder stärken und auf der Seite der Opfer stehen. Trumps Vorgänger Joe Biden war ein Gegner der Todesstrafe. Kurz vor Ende seiner Amtszeit wandelte er 37 von 40 verhängten Todesurteilen auf Bundesebene in lebenslange Haft um.

Trump hatte 2020 in seiner ersten Amtszeit nach 17 Jahren Pause wieder Hinrichtungen auf Bundesebene durchführen lassen. In den letzten sechs Monaten seiner Amtszeit wurden 13 Menschen hingerichtet – so viele wie unter keinem anderen US-Präsidenten in den vergangenen 120 Jahren. Am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit kündigte er dann an, die Todesstrafe auszuweiten.

In den meisten Fällen wird die Todesstrafe in den USA von den einzelnen Bundesstaaten verhängt. Für besonders schwere Straftaten kann aber auch das Bundesrecht greifen. In 23 von 50 Bundesstaaten gibt es die Todesstrafe schon nicht mehr, in drei weiteren gilt ein Hinrichtungsmoratorium.

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