Mitten in einer angespannten Phase zwischen den USA und dem Iran hat Washington bestätigt, dass die Atomgespräche zwischen beiden Ländern am Donnerstag in Genf weitergehen. Das hat ein US-Behördenvertreter am Montag der Nachrichtenagentur AFP gesagt.
Teheran hatte bereits am Samstag angekündigt, dass die Gespräche unter Vermittlung des Omans am Donnerstag fortgesetzt werden sollen. US-Präsident Donald Trump droht dem Iran seit Wochen mit einem Militärschlag und hat die Präsenz der US-Armee in der Golfregion verstärkt.
In der vergangenen Woche sind die Konfliktparteien in der Schweiz wieder zu indirekten Verhandlungen zusammengekommen – vermittelt vom Oman. Bereits Anfang Februar gab es eine erste Gesprächsrunde in der omanischen Hauptstadt Maskat.
Die USA fordern eine Einigung zum iranischen Atomprogramm und das Ende des iranischen Raketenprogramms. Teheran will hingegen, dass sich die Gespräche ausschließlich auf das Atomthema und die Aufhebung der Sanktionen gegen das Land beschränken.
Die aktuellen Verhandlungen unter Vermittlung des Oman sind die ersten Gespräche zwischen Washington und Teheran seit dem Zwölf-Tage-Krieg im Juni. Damals griffen die USA an der Seite Israels ein und bombardierten mehrere iranische Atomanlagen. Die USA und andere westliche Länder werfen dem Iran vor, Atomwaffen zu bauen. Teheran weist das zurück und pocht auf das Recht auf eine zivile Nutzung der Atomenergie.
Vor wenigen Tagen hat Trump der Führung in Teheran eine Frist bis Anfang März gesetzt. Laut dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi will Teheran in den nächsten Tagen einen Entwurf für ein Abkommen mit den USA vorlegen.