Im Zuge ihres Rückzugs aus Syrien hat die US-Armee am Montag begonnen, einen weiteren Stützpunkt zu verlassen. Wie AFP-Journalisten berichteten, verließen Dutzende Lastwagen mit Schützenpanzern und Fertigbauteilen die Basis Kasrak in der nordöstlichen Provinz Hasakeh in Richtung Irak.
Nach Angaben sowohl aus syrischen Regierungskreisen als auch von kurdischen Kräften sollen die US-Streitkräfte ihren vollständigen Abzug aus Syrien nun bereits binnen eines Monats abschließen.
Das Lager Kasrak ist bereits das dritte Lager binnen zwei Wochen, aus dem sich die US-Armee zurückzieht. Zuvor hatte sie bereits Schadadi im Nordosten und Al-Tanf im Südosten Syriens verlassen.
Zum geplanten vollständigen Abzug der USA aus dem Land hieß es aus syrischen Regierungskreisen, bereits "bis in einem Monat" werde es "keinerlei militärische Präsenz" der USA mehr an den Stützpunkten geben. Aus diplomatischen Kreisen sowie aus Kreisen kurdischer Kämpfer hieß es, der Rückzug dürfte bereits "binnen 20 Tagen" abgeschlossen sein.
Mitte Februar hatte das US-Militär bereits zwei Stützpunkte in Syrien verlassen. Die Stützpunkte Al-Tanf und Al-Schadadi, die für die Einsätze der US-geführten Anti-IS-Koalition genutzt worden waren, wurden an die syrische Armee übergeben.
Die USA sind seit Jahren Teil der internationalen Koalition gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). 2014 hatte die Armee Stützpunkte in Gebieten des Landes errichtet, die nicht mehr unter der Kontrolle der Regierung des damaligen Machthabers Baschar al-Assad standen.
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat sich in der vergangenen Monaten der neuen Übergangsregierung von Präsident Ahmed al-Scharaa angenähert, nachdem al-Scharaas HTS und verbündete Gruppen Assad im Dezember 2024 gestürzt hatten. Die neuen Machthaber übernahmen die Kontrolle über mehrere Gebiete im Nordosten Syriens, über die zuvor die kurdisch dominierten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) die Kontrolle gehabt hatten.