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USA verklagen VW auf 20 Milliarden Dollar

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:02

Wegen manipulierter Abgaswerte bei seinen Dieselfahrzeugen wurde in den USA nun Klage gegen den Autobauer VW eingereicht. Das US-Justizministerium sowie die Umweltbehörde EPA haben rechtliche Schritte eingeleitet.

Schock bei den VW: Die USA hat wegen der manipulierten Abgaswerte bei seinen Dieselfahrzeugen Klage gegen den Autobauer eingebracht. Das US-Justizministerium sowie die Umweltbehörde EPA haben rechtliche Schritte eingeleitet. Es geht um 20 Milliarden Dollar (rund 18,4 Mrd. Euro). 

Die Zivilklage der US-Behörden könnte dem deutschen Autokonzern weit mehr als nur Peanuts kosten. Die Klage wegen Verstoßes gegen ein Umweltschutzgesetz zur Reduzierung des Schadstoffausstoßes wurde im US-Bundesstaat Michigan, genauer gesagt in Detroit, eingereicht. Später soll sie auch nach Kalifornien transferiert werden, wo bereits ein Sammelklage von privaten Autobesitzern vorbereitet wird.

Bisher konnten sich VW und die Betroffenen nicht auf eine Wiedergutmachung bei den manipulierten Autos einigen. Nun werden bis zu 40.000 Euro pro Fahrzeug verlangt, 600.000 Pkw sind betroffen. 

VW-Strafaktion soll US-Autowirtschaft helfen

Dass die Klage gerade in Detroit eingereicht wurde, sehen Insider in Berlin als Hinweis dafür, dass es den USA nicht nur darum geht, dass Opfer zu ihrem Recht kommen. Die Vereinigten Staaten sind bekannt dafür, mit besonders hartem Vorgehen gegen Konzerne der eigenen Wirtschaft zu helfen. Der US-Autoindustrie geht es besonders schlecht. Die Lage in der einstigen Auto-Hersteller-Metropole Detroit ist katastrophal. Offiziell soll rund ein Drittel der Bevölkerung arbeitslos sein, einheimische Medien meinen jedoch, nahezu jeder zweite arbeitsfähige Detroiter habe keinen Job. 

Die Klage richtet sich auch gegen die ebenfalls vom Abgasskandal betroffenen Konzerntöchter Audi und Porsche. VW hatte im September zugegeben durch den Einbau von spezieller Software Abgastest bei Dieselfahrzeugen gezielt manipuliert zu haben. Der Betrug reicht bis ins Jahr 2009 zurück.

Unabhängig von der aktuellen Zivilklage könnte dem Autobauer zusätzlich auch noch ein Strafprozess drohen.

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