Van der Bellen in aktueller Umfrage haushoch voran

Würden gegen einen blauen Kandidaten haushoch triumphieren: Bundespräsident Alexander Van der Bellen und "First Lady" Doris Schmidauer.
Würden gegen einen blauen Kandidaten haushoch triumphieren: Bundespräsident Alexander Van der Bellen und "First Lady" Doris Schmidauer.Helmut Graf
Bald dürfte der Bundespräsidenten-Wahlkampf anlaufen. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Konkurrenz kaum eine Chance hat.

Fast schon betont Wortkarg gibt sich der amtierende Bundespräsident Alexander Van der Bellen (78), wenn es um die Frage geht, ob er sich der Wiederwahl stellen wird. In gut acht Monaten endet seine sechsjährige Amtszeit, eine Wiederwahl und das Dranhängen weiterer sechs Jahre wären möglich.

SPÖ, ÖVP, Grüne und NEOS kündigten bereits an, im Falle eines Wiederantretens keinen Gegenkandidaten ins Rennen zu schicken. Anders bei der FPÖ: Sie will "Sascha" aus dem Amt befördern, tut sich aber schwer mit einer geeigneten Personalie.

Hofer tritt im Burgenland ein

Ging man bisher stets von einer Neuauflage des Duells Norbert Hofer gegen Van der Bellen aus, gab es hier einen ersten Dämpfer: Hofer wird im Herbst bei der Burgenland-Wahl in Pinkafeld antreten. Eigentlich bleibt somit nur noch Susanne Fürst übrig.

Zwei weitere Personen haben hingegen schon fix ihre Kandidatur angekündigt. Dabei handelt es sich um "Turbobier"-Frontmann, Bier-Partei-Chef, Bezirksrat und Arzt "Marco Pogo" sowie den Ex-BZÖ-Mann Gerald Grosz. Beiden wird von Beobachtern keine all zu ernsthafte Ambition auf das Amt hinterhergesagt.

Zwei Drittel für Van der Bellen

Nichtsdestotrotz beauftragte "Puls24" das Institut für Demoskopie & Datenanalyse (IFDD) damit, 1.000 Österreicher über 16 Jahren zu ihrer Wahlabsicht zu befragen (Schwankungsbreite 3,1 Prozent, Feldarbeit 30. April bis 4. Mai). Demnach wünscht sich eine klare Mehrheit nicht nur ein erneutes Antreten, sondern gar weitere sechs Jahre Van der Bellen.

Angenommen, am Sonntag wäre Bundespräsidentenwahl, würde bei den fixen Gegenkandidaten Gerald Grosz (19 Prozent) und Marco Pogo (14 Prozent) Van der Bellen auf satte 67 Prozent der Wählerstimmen kommen.

Etwas anders sähe die Verteilung aus, würde auch Susanne Fürst für die FPÖ ins Rennen gehen. Sie würde vor allem Gerald Grosz (12,5 Prozent) Stimmen kosten und auf elf Prozent kommen, sogar Marco Pogo würde mit seinen 12,5 Prozent besser abschneiden. Van der Bellen würde in diesem Szenario noch immer auf 64 Prozent kommen.

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